Frontex verlangt Rückkehr zu Grenzregime in der EU


In den Balkanländern sorgt der Flüchtlingsansturm weiter für große Probleme. Die EU versucht erneut, sich auf einer Verteilungsschlüssel zu einigen. Am Dienstag treffen sich die EU- Innenminister. Quelle: N24
Fabrice Leggeri, der Chef der EU-Grenzschutzbehörde, ermahnt die Europäer, einheitliche Regeln zu befolgen und ein Registriersystem für Flüchtlinge aufzubauen. Seine Truppe brauche mehr Personal.

Von Ana Carbajosa, Ileana Grabitz|DIE WELT

Die Welt: Herr Leggeri, wir alle erinnern uns an das erschütternde Bild des kleinen syrischen Jungen Aylan Kurdi, der auf seinem Weg nach Europa ertrunken ist. Fragen Sie sich in solchen Situationen, ob Sie als Frontex-Chef nicht mehr hätten tun können, um diesen Tod zu verhindern?

Fabrice Leggeri: Jeder Tod ist eine Tragödie. Frontex trägt dazu bei, dass nicht noch mehr Menschen sterben müssen auf ihrer Flucht nach Europa. Ein Foto, wie das des kleinen syrischen Jungen, ist eine Mahnung an die Europäische Union, dass sie jetzt handeln muss, um die Krise zu meistern.

Die Welt: Bislang ist davon allerdings wenig zu sehen. Während wir uns hier in Warschau unterhalten, herrscht ein paar Hundert Kilometer weiter südlich ein Chaos sondergleichen. Seit Ungarn seine Grenzen dicht gemacht hat, versuchen die Flüchtlinge in Scharen, über andere Staaten nach Europa zu gelangen. Auch in Griechenland ist die Situation noch lange nicht unter Kontrolle. Was kann Frontex tun, um die Lage zu entspannen?

weiterlesen