Luther ohne Heiligenschein


Museumsleiter Jochen Birkenmeier in der neuen Ausstellung. (epd-Bild/Sascha Willms)
Das jüngste Exponat ist noch in Arbeit. Doch in der neuen Ausstellung des Eisenacher Lutherhauses, das nach zwei Jahren Umbau und Erweiterung am 26. September feierlich wiedereröffnet wird, ist die „Revision 2017“ der Lutherbibel schon jetzt präsent: An einer Multimedia-Station gibt der Thüringer Altbischof Christoph Kähler geduldig Auskunft über die von ihm geleitete Überarbeitung des Bibeltextes, der Ende 2016 als Buch vorliegen soll und zum 500. Jubiläum der Reformation für die evangelischen Kirchen verbindlich wird.

Von Thomas Bickelhaupt|EKD

„Luther und die Bibel“ heißt die nunmehr vierte Dauerausstellung im Lutherhaus, das als Museum bereits seit 1956 in „Luthers lieber Stadt“ an den Reformator erinnert. Dass der junge Martin Luther (1483-1546) einst als Lateinschüler tatsächlich in dem stattlichen Gebäude aus dem 14. Jahrhundert lebte, ist unter Fachleuten umstritten. „Zumindest aber gehörte es der wohlhabenden Patrizierfamilie Cotta, die sich um den Lateinschüler aus Eisleben kümmerte“, sagt Museumsleiter und Kurator Jochen Birkenmeier.

Von Cranach bis Playmobil

Mit den Bauarbeiten der vergangenen Jahre ist in eines der ältesten Häuser Eisenachs und Thüringens moderne Museumsatmosphäre eingezogen. Der seitliche gläserne Anbau mit Ticketkasse, Museumsshop und viel Platz für Sonderausstellungen ermöglicht zudem in einem lichten Treppenhaus den barrierefreien Zugang in den historischen Fachwerkbau. Dort erschließt sich das Thema in großzügig bestückten Vitrinen.

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1 Comment

  1. Bei der Übersetzung der bereits vielfach geänderten Vulgata der RKK hat Luther sich an die Textvorgabe gehalten. Eigene Ansichten und Handlungen kommen da nicht zum Ausdruck. Luther war der geistige Vordenker der NAZI Schergen und hat ihnen das Drehbuch zur Reichskritallnacht geschrieben – nichts was man in Gedenken bewundern sollte

    Die Primitivität von Martin Luther ist die typische Paranoia geistig Minderbemittelter: „Die Zauberinnen sollst du nicht leben lassen … Es ist ein gerechtes Gesetz, dass sie getötet werden. Sie richten viel Schaden an … sie können auch ein Kind bezaubern, dass es fortwährend schreie und nicht mehr esse noch schlafe. Schaust du solche Weiber an, wirst du sehen, dass sie ein teuflisches Gesicht haben. Ich habe deren etliche gesehen … Deshalb töte man sie, weil sie mit dem Teufel Umgang haben“. Der lutherische Hexenglaube besagt arme, blödsinnige und geistesgestörte Kinder, in denen man Teufelskinder zu erkennen meint, sind zu ertränken – ab 1941 vergasen die christlichen Gutmenschen als Fortschritt.

    Martin Luther als paranoider Fundamentalist definiert gerechte Kriege: “In solch einem Krieg ist es christlich und ein Werk der Liebe, die Feinde getrost zu würgen, zu rauben, zu brennen und alles zu tun, was schädlich ist, bis man sie überwinde. Ob es wohl nicht so scheint, daß Würgen und Rauben ein Werk der Liebe ist, weshalb ein Einfältiger denkt, es sei kein christliches Werk und zieme nicht einem Christen zu tun: so ist es doch in Wahrheit auch ein Werk der Liebe.” und weiter „Denn die Hand, die das Schwert führt und tötet, ist dann auch nicht mehr eines Menschen Hand, sondern Gottes Hand, und nicht der Mensch, sondern Gott henkt, rädert, enthauptet, tötet und führt den Krieg. Das alles sind seine Werke und sein Gericht“.

    Martin Luther hetzt 1546 n.C. primitiv im Pamphlet „Von den Juden und ihren Lügen“ den christlichen Antisemitismus als Entwurf der „Endlösung der Judenfrage“ 1942 von Leuten wie Reinhard Heydrich, Adolf Eichmann und F.W. Kritzinger auf der Wannseekonferenz umgesetzt:
    „(1) Erstlich, daß man ihre Synagoga oder Schulen mit Feuer anstecke und was nicht brennen will, mit Erde überhäufe und beschütte, daß kein Mensch einen Stein oder Schlacken davon sehe ewiglich. Und solches soll man tun unserem Herrn und der Christenheit zu Ehren, damit Gott sehe, daß wir Christen seien und solch öffentlich Lügen, Fluchen und Lästern seines Sohnes und seiner Christen wissentlich nicht geduldet noch gewilligt haben..
    (2) Zum anderen, daß man auch ihre Häuser desgleichen zerbreche und zerstöre. Denn sie treiben dasselbige drinnen, was sie in ihren Schulen treiben. Dafür mag man sie etwa unter ein Dach oder einen Stall tun.
    (3) Zum dritten, daß man ihnen nehme alle ihre Betbüchlein.
    (4) Zum vierten, daß man ihren Rabbinern bei Leib und Leben verbiete, hinfort zu lehren.
    (5) Zum fünften, daß man den Juden das Geleit und Straße ganz und gar aufhebe. Denn sie haben nichts auf dem Lande zu schaffen, weil sie nicht Herrn noch Amtleute noch Händler oder desgleichen sind. Sie sollen daheim bleiben.
    (6) Zum sechsten, daß man […] nehme ihnen alle Barschaft und Kleinod an Silber und Gold und lege es beiseite zum Verwahren. Und ist dies die Ursache, alles was sie haben haben sie uns gestohlen und geraubt durch ihren Wucher.
    (7) Zum siebten, daß man den jungen starken Juden und Jüdinnen in die Hand gebe Flegel, Axt, Karst, Spaten, Rocken, Spindel und lasse sie ihr Brot verdienen im Schweiß der Nasen. Man müßte ihnen das faule Schelmenbein aus dem Rücken vertreiben“.

    Martin Luthers Judenhetze steht in Schulbüchern gleichwertig neben Rudolf Heß, Hermann Göring, Joseph Goebbels und Adolf Hitler wie in “Hirts Deutsches Lesebuch” und ist für NAZI`s die Vorlage zur Reichskristallnacht 1938: „Die Juden sind ein solch verzweifeltes, durchböstes, durchgiftetes Ding, dass sie 1400 Jahre unsere Plage, Pestilenz und alles Unglück gewesen sind und noch sind. Summa, wir haben rechte Teufel an ihnen…; Man sollte ihre Synagogen und Schulen mit Feuer anstecken, … unserem Herrn und der Christenheit zu Ehren, damit Gott sehe, dass wir Christen seien (…) ihre Häuser desgleichen zerbrechen und zerstören.“

    Martin Luther verdient mit 3 sicheren Weltuntergängen 1532, 1538 und 1541 nichts. Die Zeugen Jehovas haben dagegen absolut sichere Weltuntergänge 1874, 1914, 1925 und 1975. Dem großen Propheten Martin Luther ist Auschwitz unbekannnt (2. Sam 12,31): „Aber das Volck drinnen füret er heraus / vnd legt sie vnter eisern segen vnd zacken / vnd eisern keile / vnd verbrand sie in Zigelöfen“. Martin Luthers Frauenhass ist paranoider Wahn als Auserwählt-Syndroms: „Der Tod im Kindbett ist nichts weiter als ein Sterben im edlen Werk und Gehorsam Gottes. Ob die Frauen sich aber auch müde und zuletzt tot tragen, das schadet nichts. Lass sie nur tot tragen, sie sind darum da. Frauen werden mit der Mutterschaft zum Werkzeug Gottes“.

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