Gläubige schätzen Gläubige


Trotz massiver Angst vor dem Islam begrüßen die Deutschen die überwiegend muslimischen Flüchtlinge freundlich. Für die Zukunft wäre mehr Verankerung in der christlichen Religion hilfreich, meint Klaus Krämer.

Von Klaus Krämer|Deutsche Welle

Wer hätte das gedacht: Deutsche applaudieren begeistert ankommenden Flüchtlingen aus Syrien, dem Irak oder Afghanistan. Gastfreundschaft, Herzlichkeit und echte Freude in überquellenden Bahnhöfen. Unzählige freiwillige Helfer, eine riesige Spendenbereitschaft der Bürger: Szenen, die überall in der Welt beeindruckt haben.

Ausgerechnet eine Flüchtlingswelle hat den seit Jahrzehnte alten Gefühlsstau der Deutschen hinweg gespült. Mitleid, Erbarmen und Nächstenliebe im Zentrum des christlichen Abendlandes. Dies dominiert die Nachrichten aus Deutschland, und nicht die Bilder brennender Asylbewerberheime. Mehr noch: Über zwei Drittel der hier Lebenden befürworten, dass Deutschland seine Grenzen für verfolgte, geschändete und vom Tod bedrohte Männer, Frauen und Kinder geöffnet hat. Einer jener seltenen Augenblicke, zufrieden zu sein mit diesem Land.

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