Ist der „jüdische Oscar Schindler“ ein Betrüger?


Steve Mamans Absichten erscheinen ehrenwert. Es stellt sich allerdings die Frage, ob seine Methoden lauter sind. © Facebook
Ein Kanadier behauptet Dutzende Kinder zu befreien, die vom Terrornetzwerk IS als Sexsklaven missbraucht werden. Während er sich als „jüdischer Oscar Schindler“ feiern lässt, bleibt er schlagkräftige Beweise für seine guten Taten schuldig.

stern.de

Es ist nicht ganz eindeutig nachzuvollziehen, wer Steve Maman seinen Spitznamen verpasst hat. Aber die Bezeichnung ist so griffig geraten, dass sie kleben geblieben ist. Er sei „der jüdische Oscar Schindler“, heißt es über den Unternehmer aus Montreal, der in Marokko geboren wurde. So wie Schindler seine Geschäfte mit den Nationalsozialisten genutzt hat, um jüdische Zwangsarbeiter vor dem Holocaust zu retten, betreibt der Händler für Luxus-Oldtimer und Kristallkronleuchter laut eigenen Angaben ein Geschäft mit der Terrororganisation Islamischer Staat (IS), um entführte Mädchen freizukaufen. Wie im Film „Schindlers Liste“ sei sein Motiv die berühmte Talmud-Zeile: „Wer ein einziges Leben rettet, der rettet die ganze Welt.“

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