Todesurteil: Saudische Justiz steht am Pranger


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Das saudische Könighaus verspielt sich mit harten Urteilen zusehends die Glaubwürdigkeit. Weltweit erhebt sich Protest, im Land selbst drohen neue Unruhen.

Von Martin Gehlen|Frankfurter Rundschau

Wenn es nach seinen saudischen Scharfrichtern geht, hat Ali al-Nimr nicht mehr lange zu leben. Im Mai 2014 verurteilten sie ihn zum Tode mit anschließender Kreuzigung seiner Leiche. Er wurde beschuldigt, Mitglied einer Terrorgruppe zu sein und Polizisten angegriffen zu haben. Jetzt bestätigte der Oberste Gerichtshof des Königreichs das Verdikt, gegen das es keine Rechtsmittel mehr gibt. Seitdem sitzt der Schiit in einer Todeszelle.

Im Februar 2012 hatte die Polizei den damals 17-jährigen Schüler auf einer Demonstration für den Arabischen Frühling festgenommen, auf der tausende im Osten Saudi-Arabiens lebende Schiiten ein Ende ihrer jahrzehntelangen Diskriminierung gefordert hatten. Die Polizei erklärte, der Verhaftete habe eine Schnellfeuergewehr und einen Molotow-Cocktail bei sich gehabt.

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2 Comments

  1. Zu meiner Zeit in Riyadh wurde das Spektakel jeden Freitag um 06;00 im terrestrischen Fernsehen übertragen, der Platz hieß bei uns Hackeplatz. Angeschaut habe ich mir das nicht, es ist zu deprimierend und vor allem unübertroffen primitiv.

    Jetzt sendet Saudi 1 und Saudi 2 über Satellit, da dürfen sie so etwas nicht mehr übertragen ohne sofort gesperrt zu werden. Rolos Vorschlag ist wirklich gut, leider aber nicht durchführbar. Das Regime hat etwa 3000 – 3500 Prinzen, die benehmen sich alle wie die Wildsau. Wer das im Land selber kritisiert, der atmet auf ewig gesiebte Luft

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  2. Wenn die schon Leute köpfen, dann wenigstens die Richtigen. Wie wär´s mit saudischen, vergewaltigenden Prinzen ?

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