Sachsen: Pegida unterwandert Polizei von Dresden


Die mehr als 5000 Teilnehmer während einer Kundgebung vor der Frauenkirche auf dem Neumarkt in Dresden. Foto: dpa
Die islamfeindliche Pegida-Bewegung hat einen Maulwurf bei der Dresdner Polizei. Pegida-Gründer Lutz Bachmann hatte auf Facebook Screenshots von Ermittlungsdokumenten veröffentlicht. Die Polizei hat ein Verfahren eingeleitet.

Von Bernhard Honnigfort|Frankfurter Rundschau

Bei der Dresdner Polizei gibt es offenbar einen Maulwurf, der Ermittlungsergebnisse an die Wutmenschen-Bewegung Pegida weitergibt. Pegida-Gründer Lutz Bachmann, ein mehrfach verurteilter Drogenhändler und Einbrecher, hat auf Facebook eigene Kommentare mit sogenannten Screenshots veröffentlicht, die Dokumente zu aktuellen Ermittlungsfällen in Dresden zeigen. Der 42-jährige Bachmann behauptet, er erhalte regelmäßig Akten der Polizei.

Die Dresdner Polizei hat die Angelegenheit bestätigt und ein Ermittlungsverfahren wegen Verstoßes gegen das Datenschutzgesetz gegen Unbekannt eingeleitet. Polizeisprecher Thomas Geithner erklärte, man könne zwar zweifelsfrei ausschließen, dass es sich bei den abgebildeten Seiten um Originaldokumente der Polizeidirektion Dresden handele. Woher die Daten aber stammten, sei zwar bislang noch unklar.  „Die Inhalte treffen allerdings zu“, bestätigte ein Sprecher des Innenministeriums.

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