Sind Viren doch Lebewesen?


Sind sie doch Lebewesen? Influenzaviren des Typs H1N1 unter dem Elektronenenmikroskop. © National Institute of Allergy and Infectious Diseases (NIAID)
Gewagte These: Nach Ansicht von US-Forschern gehören Viren genauso in den Stammbaum des Lebens wie alle anderen Organismen. Denn sie gehen auf echte Lebewesen zurück. Ihr Argument: Proteinvergleiche legen nahe, dass die fernen Vorfahren der Viren noch echte Zellen gewesen sein müssen. Erst als die Viren zu Zellparasiten wurden, sparten sie die Zellmaschinerie ein und nutzten dafür die ihrer Wirte, so die Forscher im Fachmagazin „Science Advances“.

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Ab wann ist etwas lebendig? Diese Frage ist weniger leicht zu beantworten als es vielleicht scheint. Nach gängiger Definition haben Lebewesen die Fähigkeit, auf ihre Umwelt zu reagieren und sich zu entwickeln – beispielsweise durch Mutationen und andere Anpassungen. Beides lässt sich bei Viren nachweisen. Doch schwieriger wird es bei den restlichen Bedingungen: Lebewesen müssen eine Art Stoffwechsel besitzen, wachsen und sich vermehren.

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