Hebräisch: Nach Israel ausgewanderte Wörter


Pudel: Auch ein deutsches Wort, das sich im Hebräischen eingebürgert hat. Foto: rtr
Viele deutsche Begriffe haben sich mittlerweile im Hebräischen eingebürgert. Jetzt hat der Übersetzer Uriel Adiv die „eingewanderten“ Wörter online in einer Datenbank gesammelt und für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Von Inge Günther|Frankfurter Rundschau

Dreck, Feinschmecker, Luftgeschäft, Pudel. Alles schöne deutsche Wörter, oder? Nicht nur! Sie haben sich auch im Hebräischen eingebürgert, bisweilen als Fremdwort, noch öfters im umgangssprachlichen Slang. Wenn etwa Israelis jemanden einen „Drek“ nennen, meinen sie, er sei ein nicht ganz sauberer, übler Typ. Ähnliches gilt für den „Pudel“, der neben der Hunderasse einen nicht ernst zu nehmenden Menschen bezeichnet. Der „Fainschmeker“ (Hohnbegriff für eine hochnäsige Person) oder das „Luftgescheft“ (eine zweifelhafte Arbeit ohne reelle Basis) wiederum haben über das Jiddische den Einzug ins Ivrit, das moderne Hebräisch, geschafft. Und das ist nur eine kleine Auslese aus einem Lehnwörterbuch mit mehr als 1500 Wortartikeln, das Ende September im Internetportal des Mannheimer Instituts für Deutsche Sprache (IDS) als Online-Ausgabe freigeschaltet wird.

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