„Asylrecht ist ein Menschenrecht“ – Jürgen Habermas erhielt den „Nobelpreis der Philosophie“


Jürgen Habermas und der kanadische Sozialphilosoph Charles Taylor befassen sich beide mit wichtigen Fragen der politischen Philosophie. Nun erhielten beide den Kluge-Preis. Die DW hat Habermas in Washington getroffen.

Von Klaus Krämer, Stefan Reccius|Deutsche Welle

Ständig wandelt sich die moderne Welt, und nichts bietet Halt. Mit genau dieser unzuverlässigen Moderne im Umbruch befassen sich Jürgen Habermas und der kanadische Philosoph Charles Taylor. Dafür wurde ihnen am Dienstagabend der „Nobelpreis der Philosophie“ verliehen.

„Ich bin natürlich froh über diese Anerkennung, die ich hier als erster Deutscher bekomme. Es macht einen aber auch nachdenklich, was man der Beziehung mit Amerika insgesamt verdankt. Für meine Generation war Amerika nach dem Ende des Weltkrieges – nicht nur politisch, sondern auch kulturell – ein eminenter Einfluss“, sagte Habermas der DW vor der Preisverleihung in Washington. Ab Mitte der 1960er Jahre hatte Habermas Gastprofessuren an amerikanischen Universitäten inne. Für ihn schließt sich mit dem Kluge-Preis der Kreis seines Wirkens in den USA: „Ich habe beruflich, aber auch persönlich viele Freunde kennengelernt. Normalerweise hat man die engsten Kollegen, von denen man am meisten lernt, zu Hause. Ich habe hier in den USA mindestens ebenso viele, wirklich eindrucksvolle Kollegen, von denen ich viel gelernt habe.“

weiterlesen