Bewährungsstrafe für verweigerte Homoehe-Schließung in Marseille


Sabrina Hout. Bild: tempi.it

Sexuelle Diskriminierung: Vizebezirksbürgermeisterin wollte lesbisches Paar nicht trauen

derStandard.at

Weil sie ein lesbisches Paar nicht trauen wollte, ist eine stellvertretende Bezirksbürgermeisterin in Marseille zu fünf Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. Sabrina Hout muss den beiden Frauen zudem jeweils 1.200 Euro zahlen, wie das Strafgericht in der französischen Stadt am Dienstag entschied. Hout habe die Frauen wegen ihrer sexuellen Orientierung diskriminiert.

Ehe musste annulliert werden

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft ist es die erste derartige Verurteilung nach Einführung der Homoehe in Frankreich im Mai 2013. Hout hatte im August 2014 die Trauung der beiden Frauen einem Gemeinderatsmitglied überlassen, das gar keine Ehen schließen durfte. Um das dennoch zu ermöglichen, manipulierte sie die Eintragungen im Heiratsregister. Die Ehe musste deswegen annulliert und später erneut geschlossen werden. Die heute 39-Jährige gab an, sich schlecht zu fühlen, machte aber gegenüber Mitarbeitern religiöse Motive geltend.

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