Diakonie-Chef rechnet mit Ende der Gemeinnützigkeit


Bild: tilly
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Der neue Rektor der Diakonie Neuendettelsau, Mathias Hartmann, rechnet für die Wohlfahrtsverbände in Deutschland mit gravierenden Veränderungen.

Von Daniel Staffen-Quandt|evangelisch.de

„Auch der Sozialbereich wird immer europäischer, Brüssel spielt eine immer größere Rolle“, sagte er dem Evangelischen Pressedienst (epd). In spätestens zehn Jahren werde es die Gemeinnützigkeit mit ihren Steuererleichterungen in Deutschland wegen der Angleichung von europäischen Standards nicht mehr geben. „Davon bin ich fest überzeugt“, sagte der evangelische Pfarrer, der den größten diakonischen Träger in Bayern ab Oktober leiten wird.

Auch die Zukunft des kirchlichen Arbeitsrechts sieht Hartmann eher skeptisch – auch wenn er es befürwortet. „Für uns ist der sogenannte Dritte Weg die richtige Form, um im partnerschaftlichen Austausch zu verhandeln“, sagte er. Auch für die Arbeitnehmer sei das System ein Gewinn, weil sie hier auf Augenhöhe mit den Dienstgebern die Arbeitsbedingungen aushandelten. „Ich bin aber auch Realist und sehe, dass das kirchliche Arbeitsrecht von vielen als nicht mehr adäquat wahrgenommen wird – deshalb müssen wir noch mehr dafür bei Mitarbeitern und Bevölkerung werben“, sagte Hartmann.

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