Die AfD hat in Thüringen ihre eigene Pegida aufgezogen – mit noch mehr Neonazis


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Am Mittwochabend demonstrierten rund 5.000 Menschen gegen die Asylpoltik der Bundes- und Landesregierung in Erfurt. Aufgerufen zu der Demonstration hatte die thüringische AfD unter ihrem Vorsitzenden Björn Höcke.

Von Matern Boeselager|VICE

Zur Zeit Luckes, als die AfD noch ein etwas breiteres Spektrum von Meinungen abdeckte, galt Höcke bereits als einer der prominentesten Vertreter des rechten Randes der Partei. Der thüringische Fraktionsvorsitzende reiste gerne zur Pegida nach Dresden und gab dort offen Interviews. Aber auch weiter rechts hat der studierte Gymnasialrat keine Berührungsängste: Noch im Mai versuchten die „liberalen“ AfD-ler um Lucke, Höcke aus seinem Amt als Landesvorsitzender zu entheben und ihm für zwei Jahre jedes Amt in der Partei zu verbieten, weil Höcke erklärt hatte, man könne ja nun nicht „jedes einzelne NPD-Mitglied als extremistisch einstufen“.

Aber statt Höcke war es schließlich Lucke, der gehen musste, und die Rechten übernahmen die Partei. Seitdem hat sich die AfD noch hartnäckiger auf das Thema Asylpolitik eingeschossen: Frauke Petry zum Beispiel hat zwar als Landesfraktionsvorsitzende im sächsischen Landtag noch nie auch nur einen Antrag eingebracht, erzählt aber in Interviews dafür umso lieber, dass der „soziale Frieden“ in Deutschland durch Asylbewerberheime bedroht werde.

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