Klimawandel blockiert Nordwestpassage


Die Nordwestpassage durch die kanadischen Inseln ist bestenfalls im Sommer eisfrei. © NASA / gemeinfrei
Überraschung in der Nordwestpassage: Die Erwärmung könnte den Seeweg nördlich von Kanada möglicherweise stärker blockieren, statt ihn freizulegen. Diese scheinbar paradoxe Situation entsteht durch Treibeis aus dem Arktischen Ozean, wie Forscher nun herausgefunden haben. Schmilzt dort mehr Eis, so treiben auch mehr Eisbrocken in die schmalen Durchfahrten der Nordwestpassage und bilden dort dickere Eisschichten. Eine wirtschaftliche Durchfahrt des Seewegs könnte trotz des Klimawandels daher noch für Jahrzehnte unmöglich sein.

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Der Arktische Ozean bietet normalerweise keine bequemen Fahrtrouten für Schiffe: Meistens können sich allein schwere Eisbrecher einen Weg durch das Meereis bahnen. So sind nur sehr langsame Fahrten möglich. Aber der Seeweg durch die Inseln nördlich des kanadischen Festlandes ist attraktiv: Die nördliche Route vom Nordatlantik Richtung Westen ist viel kürzer als die Seewege durch den Panamakanal oder den Suezkanal. Wer mit dem Schiff etwa von Nordeuropa oder von der amerikanischen Ostküste nach Japan will, könnte durch die Nordwestpassage mehrere tausend Kilometer abkürzen.

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