Dodo Thierse jammert über Gottlosigkeit der DDR


170px-Bundesarchiv_Bild_183-1990-0421-300,_Wolfgang_ThierseDas Christentum sei nirgendwo erfolgreicher bekämpft worden als in der DDR, erinnert sich Wolfgang Thierse. Er appelliert an ostdeutsche Christen, „sich nicht in die Defensive drängen zu lassen“.

DIE WELT

Die DDR-Einheitspartei SED hat nach Auffassung des ehemaligen Bundestagspräsidenten Wolfgang Thierse den Osten Deutschlands zum „religionslosesten Land der ganzen Welt“ gemacht. „Das SED-Regime war auf keinem Felde so ‚erfolgreich‘ wie in der radikalen Entkirchlichung der Menschen“, sagte der SPD-Politiker der in Augsburg erscheinenden „Katholischen Sonntagszeitung“.

Mit diesem „Kulturbruch“ müsse man leben, meinte der ostdeutsche Politiker anlässlich des bevorstehenden 25. Jahrestags der deutschen Einheit. Die friedliche Revolution von 1989, bei der Christen eine führende Rolle gespielt hätten, habe zeitweise die Hoffnung genährt, dass dieser „Kulturbruch rückabgewickelt“ werden könne, sagte Thierse. „Jetzt muss man sehr nüchtern feststellen, dass sich diese Hoffnung nicht bewahrheitet hat.“

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