Mumien aus Großbritannien


Mumifiziertes Skelett aus der Bronzezeit vom Fundort Neat’s Court auf der britischen Insel Sheppey. © Geoff Morley
Die Briten der Bronzezeit mumifizierten offenbar viele ihrer Toten vor der Bestattung. Gefundene Skelette sind zwar teilweise verwest, aber im Vergleich zu anderen Skelettfunden zu gut erhalten – Sie zeigen nur geringe Spuren von aktiven Verwesungsbakterien, so wie auch bekannte Mumien, meinen britische Forscher. Daraus schließen sie, dass Mumifizierung in der Bronzezeit eine verbreitete Praxis auf den britischen Inseln war – und vielleicht auch in ganz Europa.

scinexx

Mumien gehören heute fest zu unserem Bild vom alten Ägypten: Schon vor über 5.000 Jahren konservierten die alten Ägypter die Körper von Verstorbenen, um sie für ein Leben nach dem Tod zu erhalten. Neben den fortgeschrittenen Techniken zur Einbalsamierung kam ihnen dabei auch das Wüstenklima zu Hilfe: Es trocknete die Mumien aus, so dass sie bis heute erhalten blieben. In Nord- und Mitteleuropa findet man Überreste von Körpern aus der frühen Bronzezeit daher hauptsächlich, wenn sie durch andere Faktoren haltbar gemacht wurden. Berühmtestes Beispiel ist die Eismumie „Ötzi“, aber auch viele Moorleichen sind überraschend gut erhalten.

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