Peinlich: Ärztepräsident warnt vor Euthanasie – Sterbehilfe


Warnt vor Euthanasie: Ärztepräsident Frank Ulrich Montgomery. – Foto: Thilo Rückeis
In der Debatte um die Sterbehilfe fährt Ärztepräsident Frank Ulrich Montgomery schweres Geschütz auf. Er wirft den Befürwortern von ärztlich assistierter Suizidbeihilfe vor, auf die aktive Tötung von Patienten abzuzielen.

Von Rainer Woratschka|DER TAGESSPIEGEL

Der Präsident der Bundesärztekammer, Frank Ulrich Montgomery, hat den Befürwortern von ärztlicher Suizidbeihilfe vorgeworfen, auf die aktive Tötung von Patienten hinzuarbeiten. Es sei offensichtlich, dass der Gesetzantrag von Karl Lauterbach (SPD) und Peter Hintze (CDU) „ganz klar auf Euthanasie abzielt“, sagte Montgomery dem „Tagesspiegel am Sonntag“.

Wenn Sterbehilfe zur ärztlichen Aufgabe würde, müssten gute Mediziner „beim Patienten bleiben und es auch richtig machen“, betonte der Ärztepräsident. „Sie dürften ihm nicht den Schierlingsbecher reichen, sondern müssten ihm das Gift intravenös verabreichen.“ Und dafür müsse es „dann auch eine Gebührenordnungsziffer geben, denn ohne die darf kein Arzt etwas tun“. An all dem sehe man, „wie pervers das Ganze wäre“.

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