„Ärzte ohne Grenzen“ zieht sich aus Kundus zurück


Die Hilfsorganisation „Ärzte ohne Grenzen“ zieht sich nach der Bombardierung ihres Krankenhauses mit mindestens 19 Toten aus Kundus zurück.

evangelisch.de

Eine Sprecherin der Hilfsorganisation sagte am Sonntag, die Klinik sei nicht mehr funktionsfähig, Patienten seien an andere Einrichtungen weitergegeben worden. US-Präsident Barack Obama kündigte eine Untersuchung der amerikanischen Luftangriffe an und sprach den Opfern sein Beileid aus. Die Vereinten Nationen erklärten, die Bombardierung in der Nacht zum Samstag könnte ein Kriegsverbrechen darstellen.

„Ärzte ohne Grenzen“ erklärte, der Angriff auf das Krankenhaus sei eine schwere Verletzung internationalen Rechtes. Die Verluste könnten nicht als „Kollateralschaden“ abgetan werden. Es seien zwölf Mitarbeiter und mindestens sieben Patienten, darunter drei Kinder, getötet und 37 Menschen verletzt worden. Die GPS-Koordinaten des medizinischen Zentrums in Kundus seien „an alle beteiligten Konfliktparteien, Washington und Kabul eingeschlossen,“ weitergegeben worden. Dieses Vorgehen ist üblich, um zivile Einrichtungen wie Krankenhäuser zu schützen.

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1 Comment

  1. Ein Krankenhaus, dessen GPS Koordinaten bekannt sind, zu bombardieren, das ist es wohl, was die USA unter „chirurgischem Schlag“ verstehen: Wenn man mit den Bomben genau den OP trifft.

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