Dr.med Dreist: Ursula von der Leyen als Exempel?


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Unter Doktoranden der Medizin scheint Plagiieren gang und gäbe zu sein. Nun ist Deutschlands Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen in den Fokus der Plagiatejäger geraten.

Von Joachim Güntner|Neue Zürcher Zeitung

Schuldbewusstsein? Deutschlands Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen bleibt unbeeindruckt. Noch besitzt die 1991 promovierte Medizinerin ihren Doktortitel, mögen auch die Plagiatejäger von VroniPlag Wiki herausgefunden haben, dass von der Leyens Dissertation zahlreiche wörtliche oder sinngemässe Textübernahmen enthält, die nicht ausgewiesen sind. Zu den Plagiaten gesellen sich Quellenangaben, die das Gesagte gar nicht belegen.

Von der Leyens Alma Mater, die Medizinische Hochschule Hannover, hat nach einer Vorprüfung eine «förmliche Untersuchung» der Dissertation eingeleitet. Als Vorverurteilung sollen wir das nicht verstehen. Doch wer sich auf VroniPlag selbst ein Bild macht, benötigt nicht das Urteil einer Prüfungskommission, um festzustellen, dass von der Leyens Arbeit den – auch von der Promotionsordnung geforderten – wissenschaftlichen Standards korrekten Zitierens nicht genügt.

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