Erdogan in Straßburg: Die Sitten im Gastland missachtet


Mit und ohne Kopftuch: In Straßburg jubeln Erdogan-Fans ihrem Idol zu. ©AFP
Ein Wahlkampfauftritt des türkischen Staatschefs Erdogan in Straßburg empört das laizistische Frankreich. Und dem Front National dient der frühere AKP-Vorsitzende als Kronzeuge für die drohende Islamisierung des Landes.

Von Michaela Wiegel|Frankfurter Allgemeine

Ein Imam rezitiert Koranverse, danach werden die türkische Nationalhymne und die Marseillaise angestimmt. Im „Zénith“ von Straßburg, der mit öffentlichen Mitteln finanzierten Festhalle, haben sich am Sonntagabend mehr als 12.000 Türken versammelt. Recep Tayyip Erdogan hat offiziell zu einer „Bürgerbegegnung gegen den Terrorismus“ eingeladen. Doch es geht dem türkischen Staatschef vor allem darum, vor den Wahlen am 1. November um die Sympathien der Auslandstürken zu werben. Allein beim türkischen Konsulat in Straßburg sind 74.000 Wahlberechtigte eingeschrieben.

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