Trauma Wunden heilen, Narben bleiben


Ein Mann am Ende des Tunnels © Magdalena Roeseler @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG
„Die Geschichten, die wir zu hören bekommen, sind oft schon sehr tragisch“, sagt Psychologin Veronika Wolf. Die Bundespsychotherapeutenkammer schätzt, dass mindestens die Hälfte aller Flüchtlinge in Deutschland psychisch krank ist.

Von Barbara Driessen|MiGAZIN

Amaru (32) ist seit acht Monaten in einem Container-Flüchtlingsheim in Düsseldorf untergebracht. Und seit acht Monaten schläft der junge Mann aus Nigeria jede Nacht im Freien. Das löst zuweilen Unverständnis aus: Sollte er nicht froh sein, ein Dach über dem Kopf zu haben? Anders als die vielen Tausend Flüchtlinge, die sich unterwegs noch durchschlagen müssen? Doch wer Amarus Geschichte hört, denkt anders.

Auf der Flucht wurden er, seine Frau und seine kleine Tochter in Libyen in einen Container gesperrt, wie Sklaven gehalten und auch vergewaltigt. Als sie endlich fliehen konnten, starben Frau und Tochter bei einer Explosion. Deswegen erträgt Amaru es nicht, sich in einem Container aufzuhalten. Seine Erlebnisse haben ihn schwer traumatisiert.

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