„Der Islamische Staat ist das legitime Kind von Mohammed“


Hamed Abdel-Samad: Ich sehe eine unglaubliche Arbeitsteilung, die gefährlich ist – zwischen Fundamentalisten, Islamwissenschaftlern und liberalen Muslimen. (dpa picture alliance/ Karlheinz Schindler)
Der Islam sei nicht zu retten und nicht reformierbar, denn „Gottes Wort kann man nicht reformieren“, sagte Hamed Abdel-Samad im DLF. Der deutsch-ägyptische Politologe rechnet in seinem neuen Buch „Mohammed“ mit dem Propheten ab: „Wir müssen uns heute befreien von den multiplen Krankheiten, an denen Mohammed und seine Gemeinschaft gelitten haben.“

Hamed Abdel-Samad im Gespräch mit Andreas Main|Deutsche Welle

Andreas Main: Hamed Abdel-Samad, bei Ihnen in Ihrem Buch „Mohammed“ bleibt nicht viel Positives übrig an Mohammed, wenn man Ihre Dekonstruktion zugrunde legt. Jetzt frage ich mal den, der sich ausgesprochen kritisch gibt und der sich abarbeitet an diesem Mann des 7. Jahrhunderts: Was finden Sie ohne Abstriche positiv an Mohammed?

Hamed Abdel-Samad: Mohammed war ein sehr sensibler Visionär. Er war ein gekränkter Außenseiter, der seine Gesellschaft verändern wollte und anfangs mit der friedlichen Botschaft diese Gesellschaft nicht verändern konnte. Und deshalb musste er seine Welt dekonstruieren, eigentlich vernichten, um sie in seinem Sinne wieder herzustellen. Er hat natürlich eine gute Soziallehre entwickelt, die für Muslime bis heute positive Aspekte hatte. Er war kein Teufel. Und ich dämonisiere ihn nicht. Ich versuche nur ihn als Mensch, als einen Menschen zu beleuchten, der nicht durch göttliche Eingebungen, Offenbarungen gehandelt hatte, sondern von seinen eigenen Trieben, seinen eigenen Ängsten, von seinen eigenen politischen Motiven gesteuert war. Und wenn man sein Handeln nach menschlichen Maßstäben bewertet, dann kann man ihn entmystifizieren und kann auch viele Probleme, die wir heute in der islamischen Welt haben, auch lösen: in Bezug auf Umgang mit den Frauen, Umgang mit den sogenannten Ungläubigen und auch Umgang mit Gewalt und Dschihad.

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2 Comments

  1. Narzissmus, Paranoia, Kritikunfähigkeit, Neigung zur Gewalt, Rechtfertigung der Gewalt, Verherrlichung der Gewalt.
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    Das trifft auch auf das Christentum und andere Religionen zu, dort war es die Hexenjagd, heilige Inqusition mit peinlicher Befragung, Scheiterhaufen, Kerker, Streckbank usw.. Es sind darüber hinaus immer die Lernunfähigen und genetisch schwer im Gehirn Geschädigten, denen man in früher Kindheit die Gottes-Paranoia in Hirn gehämmert hat wie heute in Koranschulen und katholischen Kindergärten und Schulen üblich. Die Akteure dieser Paranoisa als Gottesdeuter sind gleichfalls nicht ganz dicht Kopf.

    Der wesentliche Unterschied zwischen den religiösen Fraktion ist die Verblödung der Muslimen durch 1300 Jahren degenrative Inzucht mit gekauften Partnern aus der Großfamilie, die 60% aller Ehen betrifft. Die Folgen sind Idiotie, Missbildungen und Totgeburten

    Unsere Vorfahren waren da zum Teil schon weiter. Die Neandertaler leben als Nomaden, gegen degenerative Inzucht werden Frauen aus anderen Clans ausgewählt. Der Homo-Sapiens-Neanderthalenis nutzt Werkzeuge und Schmuck, in einer Warmzeit vor 125.000 Jahren jagen sie sogar in Sibirien.

    In etwa 500 Jahren wird der Muslime IS-Staat soweit sein Kunst und historische Artefakte als wertvoll anzusehen, nur ist dann alles längst in die Luft gepsrengt wie in Palmyra und die riesigen Herden an Ziegen und Kamelen für 20 Milliarden Menschen haben die Erde kahl gefressen

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  2. Zitat leicht modifiziert von mir:

    Gottes Wort kann man nicht reformieren.
    Man muss erst einen Frontalangriff gegen diese Behauptung gewinnen, dass es das reine Wort Gottes sei.
    Und erreichen, dass anerkannt wird, dass die Lehren von Menschen gemacht, zumindest umgesetzt wurden und werden.
    Göttliche = unfehlbare Menschen gibt es aber nicht !!

    Narzissmus, Paranoia, Kritikunfähigkeit, Neigung zur Gewalt, Rechtfertigung der Gewalt, Verherrlichung der Gewalt. Wir sind im 21. Jahrhundert. Wir müssen neue Wege finden für das Zusammenleben, für die Vielfalt und die Toleranz. Und Mohammed kann uns definitiv nicht weiterhelfen.

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