Gen-Editiertechnik wird noch leistungsfähiger


(Feng Zhang)

Mit einer Methode namens CRISPR-Cas9 lassen sich Genome ungekannt präzise verändern. Eine neue Variante könnte sie noch besser machen – dürfte aber auch von Patentstreitigkeiten motiviert sein.

Von Antonio Regalado|Technology Review

Wissenschaftler in Boston haben eine neue Variante für eine wichtige Methode zum gezielten „Editieren“ von Genomen gefunden. Sie könnte Forschern zusätzliche Eingriffsmöglichkeiten in die DNA von Lebewesen geben – und zugleich Einfluss auf einen Patentstreit haben, der um die leistungsfähige Technik entbrannt ist.

Er habe einen Ersatz für eine wichtige Komponente des als CRISPR-Cas9 bezeichneten Systems zum Gen-Editieren entwickelt, schrieb Feng Zhang, ein Forscher am Broad Institute von Harvard University und MIT, Ende September in der Fachzeitschrift Cell.

Die Technologie, mit der DNA exakt an der gewünschten Stelle durchschnitten werden kann, hat sich im Eiltempo in Laboren in aller Welt verbreitet. Denn sie bietet eine vielseitige und mächtige Möglichkeit, die DNA von Bakterien, Pflanzen oder auch Menschen zu verändern. Für Wissenschaftler schafft sie vollkommen neue Möglichkeiten bei der Erforschung von so unterschiedlichen Bereichen wie der Alzheimer-Krankheit oder genmanipulierten Pflanzen.

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