Margot Käßmann: Dodo des Monats September 2015


Dodo des Monats September 2015
Dodo des Monats September 2015

Margot-KässmannEine Stimme mehr als der kleine Doktor und CSU-General Andreas Scheuer, für Margot Käßmann. Herzlichen Glückwunsch.

Sie lebt in einer einfachen Welt. Jesus wandelt über blühende Wiesen, quert trockenen Fußes einen kleinen Fluss und in der Ferne labt sich ein T.rex am saftigen Grün. Aus dem Äther hört sie die ständige Wiederholung der Bergpredigt. Friede auf Erden. Soweit die monopolare Botschaft der Ex-Bischöfin und Wegbereiterin des fundamentalen Menschenfeindes Martin Luther.

Naives Christentum ficht das nicht an.  Naivität der Christin und die kompensatorische Arroganz bigotter Doppelmoral.  Scheinbar um die Macht ihres imaginären Freundes wissend  äußert sie sich über die sogenannten „Verteidiger des Abendlandes“ naserümpfend: „Gehen Sie sonntags in die Kirchen, dann müssen Sie keine Angst vor vollen Moscheen haben.“

Was für ein Blödsinn, in der kleinen heiklen Friedenswelt der Margot Käßmann gibt es kritisches Denken nur andere betreffend. Warum verhindert denn ihr imaginärer Freund nicht die Barbarei im Nahen Osten? Selbst sein Bodenpersonal, in der Hauptsache wohl katholisch, darf dahin gemetzelt werden. Ihre Gebete nützen nichts, verhindern nichts, die Toten bleiben tot, der abgeschnittene Kopf bleibt abgeschnitten. Wer betet ändert nichts. Obwohl ich mir durchaus vorstellen kann, dass Käßmann meint, Beten sei Schwerstarbeit, ändern tut sie nichts damit.
Mit dem Idiom protestantischer Arroganz meint sie die Kirchen füllen zu können, diese Gegreine bringt auf diesem hohem Niveau nur noch der Ex-Bischof Huber zustande. 400.000 Kirchenaustritte fechten Käßmann nicht an, dass ist nicht ihr Problem, eia-popeia-Herz-Jesulein Frieden um jeden Preis, da lebt die Niedersächsin auf. Verstehen kann man das nur, wenn man dem gleichen Realitätsverlust unterliegt wie sie. Die Religionisierung sozialer Konflikte, ihrem Grundverständnis nach, machen die Prozesse zu politisch-kirchlichen Einflusssphären. Das ist durchaus gewünscht. Da wird der ach so hochgeschätzte Pfaffe Luther völlig außen vor gelassen.

Luther_Zitat

Politische Arroganz, der Rückzug des demokratischen Gemeinwesens in der Fläche, ungelöste soziale Konflikte haben die „besorgten Bürger“ zu dem werden lassen was sie heute sind. Da lässt sich pfäffisch gut klugscheißen.

Mir ist auch nicht bekannt, ob Käßmann, außer ihrer arroganten Schwätzerei, eine Flüchtlingsunterkunft besucht hat. Sie kann ja den dort untergebrachten durch aus die Bergpredigt nahe bringen, auch die Evangelische Kirche in Deutschland mag Märtyrer, oder ob sie bei einer Pegida-Demo gesehen wurde und die Macht Gottes auf die „besorgten Bürger“ geschleudert hat.

Die rechtsextremen Auswüchse in Sachsen und überall in Deutschland haben konkrete Ursachen, politisch, sozial, kulturell und solange dás nicht konkret benannt wird, werden diese Konflikte nicht gelöst werden.

Zum Abschluß Karl Popper:

Wir sollten daher im Namen der Toleranz das Recht für uns in Anspruch nehmen, die Unduldsamen nicht zu dulden. Wir sollten geltend machen, dass sich jede Bewegung, die Intoleranz predigt, außerhalb des Gesetzes stellt, und wir sollten eine Aufforderung zur Intoleranz und Verfolgung als ebenso verbrecherisch behandeln wie eine Aufforderung zum Mord, zum Raub oder zur Wiedereinführung des Sklavenhandels.(Die offene Gesellschaft und ihre Feinde)

Wenn zuviel Jesus im Oberstübchen geistert, mal Karl Popper lesen. Es lohnt sich.

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