Salman Rushdie in Frankfurt: Iran droht mit Boykott der Buchmesse


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Der Iran hat damit gedroht, die Frankfurter Buchmesse in der nächsten Woche zu boykottieren. Der Grund: Die Veranstalter haben Salman Rushdie als Gastredner eingeladen. Der indisch-britische Autor war 1989 mit einer «Fatwa» belegt worden.

Deutsch Türkische Nachrichten

Der heute in den Vereinigten Staaten lebende Rushdie gehört zu den bedeutendsten Vertretern der zeitgenössischen Literatur. Der iranischen Führung gilt er jedoch fast 30 Jahre nach Khomeinis Fatwa noch immer als „verhasster Apostat“. Komme er zur Frankfurter Buchmesse vom 14. bis 18. Oktober, bleibe der Iran der Veranstaltung fern, so die jüngste Drohung.

Der stellvertretender Kulturminister des Irans, Abbas Salehi, erklärte am Montag gegenüber der Nachrichtenagentur ISNA, dass man gegen die Anwesenheit Rushdies auf der Frankfurter Messe sei.

„Als wir von der Anwesenheit Salman Rushdies auf der Buchmesse in Frankfurt erfuhren, schickten wir einen Protestbrief und riefen andere muslimische Länder dazu auf, es uns gleich zu tun“, zitiert die türkische Zeitung Hürrieyt Salehi. „In den kommenden Tagen werden wir versuchen, die Verantwortlichen der Messe zu überzeugen, ihre Meinung zu ändern. Wir werden ernsthaft in Erwägung ziehen nicht teilzu nehmen.“

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1 Comment

  1. Braucht irgendjemand die Anwesenheit des Iran auf der Buchmesse ?
    Die drohen (!!!) weg zubleiben. Wenn das mal die Bücherwelt nur nicht in die Bredouille bringt. 😉

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