„Titanic“-Chef: „Ich bin traurig, dass Benedikt nicht mehr Papst ist“


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Aufreger sind der Stimulus für das deutsche Satiremagazin „Titanic“. Den Presserat findet Chefredakteur Tim Wolff „niedlich“

Von Oliver Mark|derStandard.at

STANDARD: Sie sind am Freitag zu Gast bei der Tagung des österreichischen Presserats. Welches Verhältnis haben Sie zum Presserat?

Wolff: Ich schätze Presseräte sehr, ja, ich finde sie geradezu niedlich. Eigentlich sollte man eine europäische Presseräterepublik ausrufen, denn ähnlich wie bei dieser Münchner Räterepublik haben Presseräte moralische Vorstellungen, die sie beim besten Willen nicht durchsetzen können. Deswegen habe ich eigentlich ein gutes Verhältnis zu Presseräten.

STANDARD: „Titanic“ ist nicht Mitglied des deutschen Presserats und möchte es wohl auch nicht werden, so wie Sie klingen.

Wolff: Nein. In Bezug auf den Presserat gibt es ein Zitat, geprägt von Pit Knorr (eigentlich Peter Knorr, deutscher Satiriker und „Titanic“-Mitgründer, Anm.), das in etwa so lautet: „Wir akzeptieren keine Rügen. Weder die Insel noch Presseratsrügen.“ Wir machen, was wir wollen, und sie machen, was sie wollen. Wir existieren nett nebeneinander.

STANDARD: Und wenn es trotz friedlicher Koexistenz Rügen gibt?

Wolff: Die hören wir uns an und legen sie dann beiseite.

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