The Problem With Religious Tolerance

Carlin_ReligionLast week newspapers reported that the student union at Britain’s University of Warwick had banned Maryam Namazie, a secular human-rights activist, from speaking on the campus this month.

By Alan Levinovitz|THE CHRONICLE OF HIGHER EDUCATION

The reasoning was simple. Namazie, an Iranian-born former Muslim, routinely challenges radical Islamist beliefs and criticizes many aspects of Islam. That was determined to violate the student union’s policy, which forbids external speakers to spread „hatred and intolerance in the community“ and says they „must seek to avoid insulting other faiths or groups.“ Namazie’s critical views, the student union concluded, could infringe upon the „right of Muslim students not to feel intimidated or discriminated against on their university campus.“

When I teach introductory courses in religion, I find my students are also unwilling to offer critical appraisals of religious beliefs, and for the same reason. Like Warwick’s student union, they think refraining from criticism is essential to religious tolerance. After all, if you claim that a religious belief is wrong, aren’t you being intolerant? Better to accept religious relativism than run the risk of bigotry.

That approach is fundamentally misguided. You can think a religious belief is wrong without being intolerant. Tolerance is not synonymous with „believing someone else is right.“ It is a virtue that allows you to coexist with people whose way of life is different from your own without throwing a temper tantrum, or a punch.

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Patriarch: Westen hat verfolgte Christen verraten

Syriac Archbishop Ignatius Joseph III Younan (photo: Deborah Gyapong) Bild: AINA
Syrisch-katholischer Patriarch sagt im Vatikan vor Journalisten: Die westliche Politik orientiere sich an wirtschaftlichen Interessen und gehe auf Kosten der verfolgten Christen im Orient.
 

kath.net

Der syrisch-katholische Patriarch von Antiochien, Ignatius Joseph III. Younan, hat dem Westen Tatenlosigkeit angesichts der Christenverfolgung im Nahen Osten vorgeworfen. «Der Okzident hat uns vergessen und verraten», sagte er am Donnerstag vor Journalisten im Vatikan. Die westliche Politik orientiere sich an wirtschaftlichen Interessen und gehe auf Kosten der verfolgten Christen im Orient.

Die gegenwärtige Lage der Christen insbesondere in Syrien und dem Irak beschrieb Younan als dramatisch. «Die Christen wollen raus aus der Hölle, in der sie leben, sie sind nicht nur nicht sicher, sondern werden verfolgt», so der Patriarch. Angesichts dieser Tragödie seien die Kirchenführer hilflos.

Absinth und Artischocken: Warum bitter nicht gleich bitter ist

foto: apa/dpa Trotz seines gewöhnungsbedürftigen Geschmacks hat Absinth im neuen Jahrtausend wieder eine gewisse Popularität erlangt.

Deutscher Forscher untersuchten die genetischen Grundlagen dafür, warum Geschmack so unterschiedlich erlebt wird

derStandard.at

Obwohl bei Nahrungsmitteln nicht generell ein Zusammenhang zwischen Bitterkeit und Giftigkeit besteht, gehen Forscher davon aus, dass der evolutionäre Sinn, bitteren Geschmack zu identifizieren, darin liegt, vor dem Verzehr giftiger Nahrung zu warnen. Diese Fähigkeit ist beim Menschen aber recht individuell geprägt, wie das Deutsche Institut für Ernährungsforschung (DIfE) berichtet.

Schmecker und Nichtschmecker

Ein bekanntes Beispiel ist die Wahrnehmung der künstlichen Substanz Phenylthiocarbamid. Für diese gibt es „Schmecker“ und „Nichtschmecker“, je nachdem, ob die entsprechende Person über die intakte Genvariante des Bitterrezeptors TAS2R38 verfügt oder nicht.

Allerdings sind solche Wahrnehmungsunterschiede, die auf eine Mutation in einem einzigen Bitterrezeptor-Gen zurückzuführen sind, sehr selten. Meistens erkennen mehrere der 25 verschiedenen Bitterrezeptoren ein und denselben Bitterstoff gleichzeitig, wenn auch mit unterschiedlicher Empfindlichkeit. Der Ausfall eines Rezeptors ist somit nicht automatisch mit einem Verlust des Bittergeschmacks für diesen Stoff verbunden.

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Sterbehilfe: „Mein letzter Lebenstag wird eine Befreiung sein“

Mein Glaube hat mir bisher geholfen, mein Schicksal anzunehmen, sagt Helga Haberl © Jens Schwarz
Sie war ein gefragtes Foto-Model, eine glückliche Frau – bis ein Autounfall ihre Gesundheit zerstörte. Jetzt, nach 55 Jahren Leid, hält Helga Haberl es nicht mehr aus. Sie hat nur noch diesen Wunsch: selbstbestimmt zu sterben.

Von Arno Luik|stern.de

Ihre Beweggründe schildert sie in einem Interview, das heute im Magazin  stern erscheint. Dem Gespräch vorangegangen ist ein Briefwechsel mit stern-Autor Arno Luik über Helga Haberls Wunsch zu Sterben.

Darin schreibt sie: „Wenn ein Mensch über zwei Drittel seines Lebens nur noch mit Schmerzen überlebt und so 80 Jahre Lebenszeit erreicht hat, dann sollte, dann muss er die Möglichkeit haben, freiwillig aus dem Leben zu scheiden. Aber dazu auch Hilfe erhalten, wenn er würdig sterben will. Dass er sich nicht vor die U-Bahn werfen, aus dem x-ten Stockwerk springen, sich aufhängen muss, oder welche Möglichkeiten es da noch geben kann.

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Leihmutterschaft – verboten, aber doch praktiziert

Bild: frauenzimmer.de
Der Psychologe Mathias Graf betreut für Profamilia Paare mit einem unerfüllten Kinderwunsch. „Es ist ein existenzielles Thema, das mit keiner Entscheidung vergleichbar ist, die ein Paar sonst treffen kann“, sagt er. Der Wunsch nach genetisch verwandtem Nachwuchs kann deutsche Paare sogar dazu bringen, ein Kind von einer Leihmutter austragen zu lassen – obwohl das in Deutschland gesetzlich verboten ist.

Von Lilith Becker|evangelisch.de

Es gibt keine offiziellen Zahlen darüber, wie viele deutsche Eltern ihre Kinder über eine Leihmutter austragen lassen. In Deutschland ist die Leihmutterschaft gesetzlich verboten. Bestraft werden können nur Vermittler und Ärzte, die das Verfahren durchführen. In vielen europäischen Ländern sowie in Indien, Russland und einigen Bundeststaaten der USA ist die Leihmutterschaft allerdings erlaubt. Eine Übersicht über rechtliche Regelungen in verschiedenen Staaten bietet der Landesverband der hamburgischen Standesbeamten.

Wunsch-Eltern und Leihmütter bleiben allerdings auch in Deutschland straffrei. Der Präsident des Verbands Deutscher Standesbeamten forderte 2014 die Leihmutterschaft aus humanitären Gründen zu legalisieren. Aus dem heutigen Stand der Reproduktionsmedizin ließe sich schließlich ein Recht auf Fortpflanzungsfreiheit ableiten. 1980 wurde der erste Fall einer Leihmutterschaft in Deutschland bekannt. Deutsche Standesbeamte beurkunden regelmäßig nachträglich einige Hundert Kinder im Jahr.

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Neutronenstrahlung gegen Antibiotikaresistenzen

Forschung im Dienste des Menschen: die Neutronenquelle des FRM-II. © Jens Kube/Welt der Physik
Medikamente ohne Wirkung: Weil Antibiotika häufig verschrieben werden, entwickeln sich immer mehr Resistenzen. Um das zu verhindern, nutzen Wissenschaftler die Neutronenstrahlung – ein Beispiel, wie wichtig globale Forschungsinfrastrukturen sind.

Bundesministerium für Bildung und Forschung

Jahrzehntelang waren Antibiotika das Medikament der Wahl. Doch der hohe Konsum von Antibiotika hat zur Ausbildung von Resistenzen geführt – es haben sich Bakterienstämme entwickelt, die so widerstandsfähig gegen verabreichte Medikamente sind, dass sie wirkungslos bleiben.

Enzym als Ursache für Resistenzen

Ursache für die Resistenz gegen Antibiotika ist ein Enzym, mit dem es den Bakterien gelingt, den Wirkstoff des Antibiotikums zu verringern. Um den gefürchteten Antibiotikaresistenzen entgegenzuwirken, versuchen Wissenschaftler, die genaue chemische Wirkung des Enzyms zu verstehen.

Dazu nutzen die Wissenschaftler die sogenannte Neutronenstreuung. Mit Neutronen, den ungeladenen Bausteinen der Atomkerne, ist es besonders gut möglich, die Position von Wasserstoffatomen in Molekülen zu bestimmen. So ist es den Wissenschaftlern gelungen, mehr über die Bauweise des Enzyms herauszufinden, das die Resistenz verursacht. Im nächsten Schritt soll nun ein Antibiotikum entwickelt werden, das nicht mehr durch das Enzym zerstört wird.

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Israel fürchtet sich vor dem „Tag der Wut“

Mitten in Tel Aviv hat ein Palästinenser auf israelische Soldaten eingestochen und wurde erschossen. © Jack Guez/AFP
Innerhalb nur einer Woche wurden bei Anschlägen vier Israelis getötet und mehr als zehn verletzt. Immer häufiger wird vom dritten Palästinenseraufstand gesprochen. Die Armee bereitet sich auf den „Tag der Wut“ vor.

Von Sophie Albers Ben Chamo|stern.de

„Hörst du das?“, fragt meine Freundin Liat. „Das Knallen?“ Wir sitzen abends in einem Restaurant in Tel Aviv-Jaffa. Die Luft ist seidig-warm, junge, entspannte Menschen essen, trinken Wein, lachen. Zwei Straßen weiter wird gekämpft. Palästinenser schlagen sich mit der Polizei, heißt es in den israelischen Onlinemedien, die wir auf den Mobiltelefonen schnell vergleichen. Als wir zurück in die Stadt laufen, ist Jaffa leer. Jaffa ist nie leer.

Eigentlich bringt der Oktober in Israel Abkühlung. Nach den heißen Sommermonaten, die dieses Jahr besonders heftig waren, gibt es den ersten Regen. 2015 im Oktober kann es gar nicht genug regnen: Die innenpolitische Situation ist so aufgeheizt wie schon lange nicht mehr. Die Angst vor einer dritten Intifada geht um, einem neuen konzertierten Aufstand der Palästinenser, wie Anfang der 90er und 2000er, als Hunderte Menschen getötet und Tausende verletzt wurden – auf beiden Seiten.

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«Luzifer-Kirche» in Texas eröffnet an Halloween

Halloween : Kürbisse (GFDL-Lizenz auf Wiki Commons von 663highland)
Halloween : Kürbisse (GFDL-Lizenz auf Wiki Commons von 663highland)

Gründer: «Wir geben Menschen damit eine Plattform, um sich selbst in ultimativer Freiheit zu erfahren». Einige der verwendeten Symbole könnten «auf Außenstehende aber verstörend« wirken.

kath.net

Im texanischen Houston soll zu Halloween (31. Oktober) eine «Luzifer-Kirche» eröffnen. «Wir geben Menschen damit eine Plattform, um sich selbst in ultimativer Freiheit zu erfahren», wird einer der Gründer der «Greater Church of Lucifer», Michael Ford, von lokalen Medien (Donnerstag) zitiert. Es gebe bereits Interessenten aus aller Welt, die an der Aktion teilnehmen wollten.

Einige der verwendeten Symbole könnten «auf Außenstehende aber verstörend« wirken, so Ford. Nach Halloween werde das Haus wieder schließen. Widerstand gegen die »Luzifer-Kirche« kommt aus den christlichen Gemeinden vor Ort. Sie werfen den Organisatoren vor, für »Chaos und Finsternis« sorgen zu wollen.

Thermo-Mix: Süddeutsche kämpfen bei Aldi

Der Thermomix von Vorwerk ist DAS neue Status-Symbol – die deutlich günstigere Aldi-Variante löste nun Tumulte aus. Foto: dpa
Mein Haus, mein Auto, mein Thermomix! Beim Verkaufsstart der Aldi-Variante des Kult-Küchengeräts ist es am Donnerstag im oberpfälzischen Weiden zu tumultartigen Szenen gekommen. Schließlich rückte die Polizei an…

Berliner Kurier

In der Filiale spielten sich unglaubliche Szenen ab. Nach Filial-Öffnung gab es dann für die Thermokocher-Fans kein Halten mehr.

Wie der Bayrische Rundfunk berichtet, rief eine Mitarbeiterin bereits nach sechs (!) Minuten die Polizei. Das Gedränge vor den Angebotsregalen hatte da bereits bedrohliche Ausmaße angenommen.

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Seehofer kündigt bayerische «Maßnahmen der Notwehr» an

Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) (ARCHIVFOTO: DAPD)
Horst Seehofer bleibt auf Konfrontationskurs zu Angela Merkel und stellt Alleingänge Bayerns in der Flüchtlingspolitik in Aussicht. Unterdessen wird bekannt, dass die Zahl fremdenfeindlicher Übergriffe auf Asylbewerber deutlich gestiegen ist.
 

evangelisch.de

Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) bekräftigt seine Kritik an der Flüchtlingspolitik von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und kündigt „Maßnahmen der Notwehr“ des Freistaates an. Als Beispiele nannte er in der „Bild“-Zeitung (Freitagsausgabe) Zurückweisungen an der Grenze zu Österreich und eine unmittelbare Weiterleitung Asylsuchender innerhalb Deutschlands. Unterdessen teilte Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) mit, dass die Zahl fremdenfeindlicher Übergriffe auf Asylbewerber in Deutschland deutlich gestiegen ist.

„Insgesamt gab es in diesem Jahr bereits mehr als 490 Straftaten gegen Asylbewerberunterkünfte“, sagte de Maizière den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Freitagsausgaben). Diese Körperverletzungen, Mordversuche und Brandanschläge seien eine „Schande für Deutschland“. „Da darf es auch keine klammheimliche Zustimmung geben“, sagte der CDU-Politiker.

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Israel: Wettkampf der rechten Hetzer

Radikale Sieder fordern neue Bauprojekte. Foto: AFP
Rechtsradikale Israelis setzen den israelischen Premier Netanjahu unter Druck. Mit Protestzelten haben sie es sich vor der Premierresidenz eingerichtet. Doch um was geht es den Protestlern überhaupt?

Von Inge Günther|Frankfurter Rundschau

Die Siedlerführer haben sich in ihren Protestzelten vor der Premierresidenz in Jerusalem mit Computern, Tischen und Stühlen eingerichtet, als ob sie dort für längere Zeit ihre Büros aufschlagen wollten. Jossi Dagan, Chef des „Siedlerrates in Samaria“, hat angekündigt, solange auszuharren, bis Benjamin Netanjahu seine Forderungen erfüllt.

Echte Massenwirkung entfaltet der Protest rechts von Netanjahus eh schon rechtsnationaler Regierung aber nicht. Angezogen fühlen sich mehr Sympathisanten der rechtsradikalen, verbotenen Kach-Bewegung, die jedem, der es hören will, erklären, auf die jüngsten palästinensischen Unruhen gebe es nur eine Antwort: „Nicht reden, sondern schießen.“

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Moron Ben Carson: Bewaffnete Juden hätten Hitler stoppen können

Ben Carson (2015), Bild: wikimedia.org/CC BY-SA 3.0

Nach dem Massaker in Oregon wird in den USA das Waffengesetz diskutiert. Der republikanische Präsidentschaftskandidat Carson hat nun einen fragwürdigen Vergleich gezogen: Mit Waffen hätten Juden den Holocaust stoppen können.

SpON

Sechs Millionen Juden sind unter den Nazis im Holocaust ermordet worden. Ein Mann, der gerne der nächste Präsident der Vereinigten Staaten werden möchte, ist der Meinung: Es wären weit weniger Tote gewesen – hätten die Juden nur Gewehre und Pistolen besessen. „Die Wahrscheinlichkeit, dass Hitler seine Ziele erreicht, wäre deutlich geringer gewesen, wenn die Menschen bewaffnet gewesen wären“, sagte der republikanische Kandidat Ben Carson nun dem TV-Sender CNN.

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Kleinstes Insekt der Welt entdeckt

Der Käfer Scydosella musawasensis ist nur 325 Mikrometer groß © Pensoft Publishers
Nur 0,3 Millimeter groß: In Kolumbien haben Forscher das kleinste Insekt der Welt entdeckt. Der zu den Zwergkäfern gehörende Winzling ist nur 325 Mikrometer groß. Trotz seiner geringen Größe hat der Minikäfer aber alles, was man als Insekt so braucht: lange Antennen, einen Panzer und sogar fransige Flügel. Noch kleiner als der auf Pilzen lebende Käfer sind nur noch Parasiten.

scinexx

Wie klein kann ein Tier werden und trotzdem noch lebensfähig sein? Diese Frage stellen sich Biologen schon seit längerem. Das bisher kleinste Wirbeltier, ein Fisch, ist nur rund einen Zentimeter groß, der kleinste Frosch der Alten Welt ist nur wenige Millimeter größer. Er lebt – ausgerechnet – in fleischfressenden Kannenpflanzen auf Borneo.

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Kardinal Danneels, die Familiensynode und ein Missbrauchsskandal

Godfried Danneels, Bild: wikimedia.org/CC BY-SA 3.0

Papst Franziskus hat den belgischen Kardinal zur Familiensynode eingeladen. Dieser hat in der Vergangenheit eine unrühmliche Rolle bei einem Missbrauchsskandal gespielt.

kath.net

Warum hat Papst Franziskus Godfried Kardinal Danneels, den emeritierten Erzbischof von Mecheln-Brüssel, erneut als Teilnehmer der laufenden Bischofssynode zur Familie eingeladen? Diese Frage würden sich viele der Synodalen stellen, schreibt Damian Thompson, Mitherausgeber des britischen Spectator und des Catholic Herald in seinem Blog.

Danneels habe nicht nur die zivilrechtliche Homo-Ehe als „positive Entwicklung“ bezeichnet und eine zweifelhafte Rolle beim Inkrafttreten des belgischen Abtreibungsgesetzes gespielt. Vor kurzem sei auch noch eine autorisierte Biographie erschienen, die seine Rolle in der Wahl von Papst Franziskus betont, schreibt Thompson. Kath.net hat berichtet.

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Erstgeborene sind häufiger kurzsichtig

Erstgeborene sind häufiger kurzsichtig als jüngere Geschwister © Fuse/ thinkstock
Ob ein Mensch kurzsichtig wird, hängt auch von der Geschwisterfolge ab. Denn erstgeborene Kinder haben ein höheres Risiko, später kurzsichtig zu werden, wie eine Studie nun belegt. Sie brauchen mit zehn Prozent höherer Wahrscheinlichkeit eine Brille und leiden sogar 20 Prozent häufiger an starker Kurzsichtigkeit. Ursache dafür könnte das Stubenhocken beim Lernen sein: Erstgeborene haben häufig einen höheren Bildungsstand als ihre jüngeren Geschwister, wie die Studie ebenfalls ergab.

scinexx

Die Kurzsichtigkeit nimmt rasant zu: Vor allem in Asien und der westlichen Welt brauchen immer mehr Menschen deswegen eine Brille. Wissenschaftler schätzen, dass in zehn Jahren bereits 2,5 Milliarden Menschen kurzsichtig sein werden, andere warnen sogar schon vor einer Epidemie von schwer Kurzsichtigen und fast Blinden. Ursache der Fehlsichtigkeit ist ein übermäßiges Wachstum des Augapfels, das meist schon in der Kindheit beginnt.

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Niemand hat die Absicht, autonome Roboter zu bewaffnen …NATO und Fraunhofer-Gesellschaft arbeiten daran

Bild: heise.de
In der Auseinandersetzung um die Anschaffung bewaffneter Drohnen für die Bundeswehr spielt auch die Debatte um wachsende Autonomie unbemannter Systeme eine zentrale Rolle. Anlässlich der Eröffnung einer der wichtigsten Konferenzen zu Künstlicher Intelligenz (KI), der IJCAI (International Joint Conference on Artificial Intelligence), am 28. Juli 2015 warnten etwa prominenter Wissenschaftler mit einem offenen Brief, der von über 20.000 Menschen unterzeichnet wurde, dass mittlerweile ein Punkt erreicht sei, an dem Waffensysteme , die sich ihre Ziele selbst suchen, um sie auszuschalten, „innerhalb von Jahren, nicht Jahrzehnten“ einsatzbereit sein könnten.

Von Christoph Marischka|TELEPOLIS

Wenn auch nur eine der großen Militärmächte die Entwicklung von Waffen mit Künstlicher Intelligenz vorantreibt, ist ein globaler Rüstungswettlauf nahezu unausweichlich und der Endpunkt dieses technologischen Pfades ist offensichtlich: autonome Waffen werden die Kalaschnikows der Zukunft.

Offener Brief

Die KI-Forscher weisen darauf hin, dass die Entwicklung autonomer Waffensysteme „als dritte Revolution der Kriegführung nach dem Schießpulver und Nuklearwaffen beschrieben wurden“, aber anders als etwa Atombomben bald auch von nicht-staatlichen Akteuren einfach und günstig hergestellt werden könnten.

In einer Anhörung des Verteidigungsausschusses des Bundestages zur Anschaffung bewaffneter Drohnen warnte auch der Physiker Marcel Dickow von der regierungsnahen Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) davor, dass für unbemannte bewaffnete Luftfahrzeuge der „Pfad in die Autonomie – nach derzeitigem Kenntnisstand – nicht zu stoppen sein“ wird. „Wer glaubt, solche autonomen oder teilautonomen Funktionen mit Verbindung zum Waffeneinsatz durch eine definitorische Grenze ausschließen zu können, verkennt die bereits heute stattfindende Nutzung von Assistenzsystemen in der Militärtechnologie“ so Dickow in seiner Stellungnahme. Deshalb sei von der Bewaffnung unbemannter Systeme abzusehen.

Die Bundesregierung schlug diese Warnungen in den Wind und hat sich mittlerweile auf die Anschaffung bewaffneter Drohnen und die Entwicklung einer eigenen bewaffnungsfähigen Drohne gemeinsam mit Frankreich und Italien festgelegt. Im Koalitionsvertrag hatte sie hierzu noch versprochen: „Vor einer Entscheidung über die Beschaffung qualitativ neuer Waffensysteme werden wir alle damit im Zusammenhang stehenden völker- und verfassungsrechtlichen, sicherheitspolitischen und ethischen Fragen sorgfältig prüfen.“ Zugleich jedoch hatte sie festgehalten, „für die Einbeziehung bewaffneter unbemannter Luftfahrzeuge in in ernationale Abrüstungs- und Rüstungskontrollregime ein[zu]treten und sich für eine völkerrechtliche Ächtung vollautomatisierter Waffensysteme ein[zu]setzen, die dem Menschen die Entscheidung über den Waffeneinsatz entziehen“.

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Dresden hat die meisten Drogen im Abwasser – dealt Bachmann wieder?

Im Dresdner Abwasser finden sich Reste der Droge Crystal – im europäischen Städtevergleich sogar besonders viel. Bild: MOPO24
Dresden dröhnt sich mit Drogen voll – und das sogar messbar. Im Abwasser lassen sich erhebliche Spuren von Crystal-Resten der Konsumenten nachweisen, wie der Europäische Drogenbericht 2015 zeigt.

Von Dominik Brüggemann|MOPO24

Neben Oslo (Norwegen) konsumieren die Dresdner besonders viel der gefährlichen Droge Crystal (Methamphetamine), führen mit den Norwegern beim Test unter 42 europäischen Großstädten. Exakt 133 Milligramm pro 1000 Einwohner und Tag fließen durchs Abwasser, so die gemessenen Proben von 2014.

Kurios: Dienstags liegt der Wert bei über 150 Milligramm, das ist der Spitzenwert der Woche.

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Islamistische Hetze von Grundschülern bleibt unbestraft

Bedenklich: An der Grundschule Neu-Ulm Stadtmitte formulierten Kinder islamistische Hetzparolen. (Foto: Stefan Puchner)
  • Im Frühjahr haben Viertklässler an einer Grundschule in der Neu-Ulmer Stadtmitte islamistische Hetzparolen ausgesprochen.
  • Eltern und Lehrer waren ratlos und geschockt.
  • Nun hat die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen eingestellt – die Kinder sind nicht strafmündig.

Von Stefan Mayr|Süddeutsche.de

Der Fall hatte schon im März große Aufregung ausgelöst und etliche ratlose Lehrer und Eltern hinterlassen. An der Grundschule Neu-Ulm Stadtmitte hatten eine Handvoll Viertklässler islamistische Hetzparolen ausgesprochen. „Christen muss man töten“, sagten sie. „Juden stehen auf einer Stufe mit Schweinen“ oder „Wer ein Kreuz malt, muss in die Hölle.“ Alles Dinge, die bereits aus dem Mund eines Erwachsenen verstörend klingen.

Aber umso mehr, wenn sie zehn- bis elfjährige Kinder sagen. Die Schulleitung wandte sich an die Polizei, die Staatsanwaltschaft Memmingen ermittelte wegen des Verdachts auf Volksverhetzung. Das Verfahren wurde nun eingestellt. Weil die Kinder nicht strafmündig sind und die vermeintlichen Einflüsterer der Sprüche nicht herausgefunden werden konnten.

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Dänischer Zoo will Löwen vor Kindern sezieren

Ein Löwe in einem Zoo (Archivbild): In Dänemark soll einer seiner Artgenossen nun vor Publikum seziert werden. © Steffen Freiling/Zoo Berlin
Ist es makaber oder einfach eine Lektion in Biologie? Der Tierpark im dänischen Odense plant die Sezierung eines Löwen vor Zuschauern – auch vor Kindern. Das Tier war bereits vor Monaten eingeschläfert worden – wegen Platzmangel.

stern.de

Trotz der Empörung, die der Kopenhagener Zoo mit der Zerlegung einer Giraffe ausgelöst hatte, will ein weiterer Tierpark in Dänemark vor Kindern ein Tier sezieren. Der Zoo in Odense im Zentrum des Landes kündigte am Donnerstag an, während der Herbstferien vor Publikum einen Löwen zu sezieren. „Wir denken, dass man bei der Zerlegung eines Löwen sehr viel lernen kann“, sagte der Tierpfleger Michael Wallberg Sörensen.

Seinen Angaben zufolge wurde der Löwe vor neun Monaten eingeschläfert, weil der Zoo zu viele Löwen hatte. Seitdem wurde der Kadaver in einem Kühlfach aufbewahrt.

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Evangelische Pensionskasse: Wirklich christlich ist das nicht

Bild: tilly
Bild: tilly

Anonyme Briefe, private Fahnder, Millionenrisiken: Bei einer evangelischen Pensionskasse in Karlsruhe ging es jahrelang recht unschön zu. Nun dürfte es zu einem Prozess kommen – wegen mutmaßlicher versuchter Erpressung.

Von Fidelius Schmid|SpON

Was soll eine Pensionskasse versprechen, außer dass die Rente sicher ist? Eben das. So tut es auch die Kirchliche Zusatzversorgungskasse Baden (KZVK) mit Slogans wie „Wir sichern Ihre Zukunft!“ und „Zuverlässig und zielorientiert“. Sie sei „ein Partner, auf den Sie sich verlassen können“. Und weil die Kasse zuständig ist für die Zusatzrenten von Angestellten der evangelischen Kirche und der Diakonie in Baden, dürfte man eine Extraportion an Würde und Werten erwarten. Doch interne Dokumente legen nahe, dass es bei der KZVK zuletzt weder um die Zuverlässigkeit noch um das christliche Menschenbild besonders gut bestellt war. Vielleicht könnte man die Vorgänge der vergangenen Jahre dort sogar als unchristlich bezeichnen. Es geht um anonyme Beschuldigungen, Fahndungsaktionen unter den Angestellten, Verdachtsmomente gegen den Ex-Vorstand, versuchte Erpressung – und viel Geld.

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