Israel: Wettkampf der rechten Hetzer


Radikale Sieder fordern neue Bauprojekte. Foto: AFP
Rechtsradikale Israelis setzen den israelischen Premier Netanjahu unter Druck. Mit Protestzelten haben sie es sich vor der Premierresidenz eingerichtet. Doch um was geht es den Protestlern überhaupt?

Von Inge Günther|Frankfurter Rundschau

Die Siedlerführer haben sich in ihren Protestzelten vor der Premierresidenz in Jerusalem mit Computern, Tischen und Stühlen eingerichtet, als ob sie dort für längere Zeit ihre Büros aufschlagen wollten. Jossi Dagan, Chef des „Siedlerrates in Samaria“, hat angekündigt, solange auszuharren, bis Benjamin Netanjahu seine Forderungen erfüllt.

Echte Massenwirkung entfaltet der Protest rechts von Netanjahus eh schon rechtsnationaler Regierung aber nicht. Angezogen fühlen sich mehr Sympathisanten der rechtsradikalen, verbotenen Kach-Bewegung, die jedem, der es hören will, erklären, auf die jüngsten palästinensischen Unruhen gebe es nur eine Antwort: „Nicht reden, sondern schießen.“

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