Erzapostel Schönborn: Gefahr von Spaltungen bei Synode


REUTERS/Yves Herman
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Kardinal Schönborn. „Synode wird ein äußerst mühsamer Weg. Es ist kein Geheimnis, dass wir sehr facettenreiche Sitzungen erleben“

kath.net

Kardinal Christoph Schönborn hat die Wortmeldungen bei der Bischofssynode seit deren Start am Montag als ein Meinungsspektrum zur Familiensituation mit „ganz großen Unterschieden“ charakterisiert. Es zeige sich deshalb, dass die Synode „ein äußerst mühsamer Weg“ werden dürfte. Zugleich zeigte er sich aber über den bisherigen Verlauf der Synode mit vielen offenen Diskussionsmöglichkeiten sehr zufrieden. Der Wiener Erzbischof äußerte sich in einem Interview für die französische sowie die deutsche Redaktion von Radio Vatikan am Freitag, im Anschluss an fünf anstrengende, je dreistündige Diskussionsrunden in der hochkarätig besetzten deutschsprachigen Kleingruppe, die er moderiert. Ihr gehören u.a die Kardinäle Walter Kasper, Reinhard Marx, Gerhard Müller und Kurt Koch an.

Gegenüber der deutschen Redaktion von Radio Vatikan meinte der Kardinal, dass ihm die deutschsprachige Kleingruppe kulturell fast ein bisschen zu homogen sei, da alle Vertreter aus Mitteleuropa kommen würden. „Die Fetzen sind jedenfalls noch nicht geflogen“, wie dies manche Beobachter aufgrund der Zusammensetzung der Gruppe vermutet hätten. Das liege freilich wohl auch daran, dass es in der ersten Woche der Synode vor allem um den „gemeinsamen Blick auf die Realität geht, in der wir leben“. Und diesbezüglich bestehe sehr viel Einmütigkeit. In der zweiten und dritten Synodenwoche, wenn es um die kirchliche Lehre und die Seelsorge geht, werde die Debatte wohl sicher spannungsreicher verlaufen.

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