„Spiegel“ spielt Neonazis in die Hände


Gerade jüngere NPD-Mitglieder gelten als aggressiv und gefährlich. – Foto: Matthias Balk/dpa
Der Verfassungsschutz wollte Rechtsextremisten einen Besuch abstatten. Eine exklusive Berichterstattung des „Spiegels“ warnte die Szene vorab.

Von Frank Jansen|DER TAGESSPIEGEL

Nachrichtenmagazine präsentieren gern Exklusivmeldungen, bisweilen werden sogar unangenehme Nebenwirkungen riskiert. Ein aktuelles Beispiel ist eine Geschichte, die „Spiegel Online“ am Freitag veröffentlicht hat und Neonazis nützen dürfte. In dem Text heißt es, anlässlich der wachsenden Proteste gegen die deutsche Flüchtlingspolitik wolle das Bundesamt für Verfassungsschutz  nach Informationen des „Spiegel“ in den kommenden Wochen „bundesweit Rädelsführer von Parteien wie NPD, Die Rechte oder Dritter Weg aufsuchen, um die rechtsextremistische Szene zu verunsichern“. Doch dieser Effekt dürfte nach der Meldung nun kaum noch zu erzielen sein. Die Szene ist gewarnt. Sicherheitsexperten sind stocksauer.

weiterlesen