Glaube und Mammon: So reich ist die Katholische Kirche


Bild: tilly
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Seit dem Bau- und Finanzskandal um Limburgs Ex-Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst sind die 27 Bistümer in Deutschland um mehr Transparenz in Finanzsachen bemüht. Hier ein Blick in ihre Bilanzen.

Von Markus Brauer|Stuttgarter Nachrichten.de

Wer ist am reichsten im ganzen Land? Seit kurzem weiß man’s ganz genau: das Erzbistum Paderborn. Die Erzdiözese verfügt laut Bilanz fürs Jahr 2014 über ein höheres Vermögen als Krösus Köln – rund vier Milliarden Euro. Das rheinische Erzbistum Köln hatte im Februar für 2013 ein Vermögen von rund 3,4 Milliarden Euro vermeldet. Nach dem Finanzskandal um den ehemaligen Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst sind die 27 deutschen Bistümer um mehr Transparenz in Finanzsachen bemüht. Inzwischen haben fast alle katholischen Kirchensprengel ihre Bilanzen offengelegt. Eine Übersicht finden Sie in unserer Bildergalerie.

Kirchensteuer

Die Kirchensteuer ist die Haupteinnahmequelle der beiden großen Kirchen, die mehr als die Hälfte der kirchlichen Haushalte ausmacht. 2014 nahmen die sieben katholischen Erzbistümer und 20 Bistümer in Deutschland nach Angaben der deutschen Bischofskonferenz (DBK) insgesamt 5,681 Milliarden Euro ein. Das waren 4,2 Prozent (231 Millionen Euro) mehr als im Vorjahr und 46,3 Prozent (1,798 Milliarden Euro) mehr als 1991. Angesichts von Austritten, Steuerreformen, wachsendem Altersdurchschnitt und Arbeitslosigkeit müssen Katholiken wie Protestanten jedoch langfristig mit weniger Geld rechnen.

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