Amnesty wirft Kurden Vertreibungen in Syrien vor


Ein Kämpfer der kurdischen Volksschutzeinheit YPG im Nordosten Syriens. Foto AFP
Ganze Dörfer niedergewalzt, Tausende vertrieben: Amnesty beklagt Völkerrechtsverletzungen der Kurden, die Kriegsverbrechen gleichkommen. Die Menschenrechtler machen ein Motiv bei den Kämpfern aus.

DIE WELT

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International (AI) hat Kurden im Norden Syriens Vertreibungen und Häuserzerstörungen vorgeworfen. Ganze Dörfer in dem von der Kurden-Partei PYD kontrollierten Gebiet seien niedergerissen worden, hieß es in einem am Dienstag veröffentlichten AI-Bericht. Tausende seien vertrieben worden. Die Organisation berief sich unter anderem auf Augenzeugenberichte und Satellitenbilder.

Das Vorgehen der von der PYD geführten autonomen Verwaltung erfolgt den Angaben zufolge häufig aus Vergeltung für vermeintliche Sympathien oder Verbindungen der Menschen zu Mitgliedern der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) oder anderer bewaffneter Gruppen. Die Verwaltung missbrauche ihre Macht und missachte Völkerrecht in einer Weise, die Kriegsverbrechen gleichkomme, hieß es.

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