UN-Bericht: Taliban in Afghanistan so stark wie seit 2001 nicht mehr


Themenbild, Hinrichtung durch Taliban
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Die Taliban gewinnen in Afghanistan wieder an Einfluss. Erst Ende September nahmen Taliban-Kämpfer die nordafghanische Stadt Kundus ein.

evangelisch.de

Die radikal-islamischen Taliban sind nach Einschätzung der Vereinten Nationen in Afghanistan wieder so stark geworden wie seit dem Sturz ihres Regimes 2001 nicht mehr. Die UN-Mission in dem zentralasiatischen Land (UNAMA) habe bereits im September die Bedrohung durch die Aufständischen in der Hälfte der Bezirke als „hoch“ oder „extrem“ eingestuft, berichtete der afghanische Fernsehsender Tolo News unter Berufung auf einen unveröffentlichten UN-Report.

Auf offener Straße erschossen

Ende September nahmen Taliban-Kämpfer die nordafghanische Stadt Kundus ein, die offenbar immer noch nicht völlig vertrieben sind. Laut Tolo News haben die UN in den vergangenen zwei Wochen 4 ihrer 13 Provinzbüros aus Sicherheitsgründen evakuiert. Am Montag wurde eine afghanische Ärztin, die für die Vereinten Nationen arbeitete, auf offener Straße in Kandahar erschossen.

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