Besatzerwillkür: Israel entzieht palästinensischen Attentätern Aufenthaltsrecht


Ein Palästinenser wirft in Ramallah Steine auf israelische Soldaten. / Bild: REUTERS
Auch Familien der Attentäter sollten davon betroffen sein, wenn sie die Tat unterstützen. Palästinenserpräsident Abbas fordert eingreifen der internationalen Gemeinschaft.

Die Presse.com

Israel entzieht palästinensischen Attentätern aus dem arabischen Ostteil Jerusalems das Aufenthaltsrecht. Damit sind sie praktisch aus Israel und Jerusalem verbannt. Justizministerin Ayelet Shaked von der rechtsnationalen Siedlerpartei sagte dem israelischen Rundfunk am Donnerstag, der Prozess sei bereits im Gange. Auch Familien der Attentäter sollten davon betroffen sein, wenn sie die Tat unterstützten.

Israel hatte Ost-Jerusalem 1967 erobert und später annektiert. Die rund 300.000 dort lebenden Palästinenser haben einen israelischen Personalausweis und soziale Rechte, aber meistens keine Staatsangehörigkeit. Sie können sich in Israel frei bewegen. Mit dem Entzug des Aufenthaltsrechts würden die Täter de facto aus Israel und Jerusalem verbannt.

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