Flüchtlinge: Juden in Deutschland sorgen sich um ihre Sicherheit


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Die Bedenken der Juden werden in der Diskussion um die Flüchtlingszuwanderung in Deutschland nicht ernstgenommen, beklagt die Vorsitzende des Jüdischen Forums, Lala Süsskind. Ein Sprecher befürchtet „reimportierten Antisemitismus“.

evangelisch.de

Bei Juden in Deutschland wächst die Angst vor einem zunehmenden Antisemitismus durch die Flüchtlingszuwanderung. „Wir Juden haben massive Bedenken, die aber nicht wahrgenommen werden“, sagte die Vorsitzende des Jüdischen Forums für Demokratie und gegen Antisemitismus, Lala Süsskind, am Mittwoch in Berlin. Viele der Flüchtlinge aus Syrien und dem Irak seien in einer Gesellschaft aufgewachsen, in der die Vernichtung von Israel und den Juden Staatsdoktrin gewesen sei.

Neuer Antisemitismus in Europa befürchtet

Sie in Deutschland zu integrieren, „wird wahnsinnig schwer“, warnte Süsskind. In der deutschen Politik kämen die Sorgen der Juden aber nicht richtig an. „Wir fühlen uns da nicht ernstgenommen“, kritisierte die frühere Berliner Gemeindevorsitzende.

Der Sprecher des Jüdischen Forums, Levi Salomon, sagte, die NS-Ideologie sei für die in Syrien und dem Irak über Jahrzehnte herrschenden Baath-Parteien ideologisches Vorbild gewesen. Deswegen müsse davon ausgegangen werden, „dass die meisten syrischen Flüchtlinge den Antisemitismus mit der Muttermilch eingesogen haben“, sagte Salomon. Er spricht deshalb auch von einem reimportierten Antisemitismus, dessen Wurzeln zumeist im christlichen Abendland lägen und der jetzt wieder nach Europa zurückschwappe.

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