Kreisvorsitzender der „Republikaner“ bekommt Integrationspreis – aberkannt


Ein Wahlplakat der Republikaner © Moe_ @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG
Der Integrationspreis des Landkreises Karlsruhe ging an einen Kreisvorsitzenden der „Republikaner“. Die Jury habe nicht gewusst, welcher Partei der Preisträger angehört. Zurückgenommen werden sollte der Preis dennoch nicht – zunächst.

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Die Verleihung des Integrationspreises des Landkreises Karlsruhe an den Kreisvorsitzenden der „Republikaner“, Werner Zollt, hat für Irritationen gesorgt. Wie die Stuttgarter Zeitung berichtete, erhielt der Politiker einen Sonderpreis dafür, dass er seit Jahren türkischen Kindern Nachhilfeunterricht gibt und Eltern bei Sprachproblemen zu Elternabenden begleitet.

Ein im Kreiswettbewerb belobigter Integrationsverein, über den sich der Rep-Politiker wiederholt abfällig geäußert haben soll, zeigte sich indes befremdet über die Ehrung Zollts.

Der Landkreis will den Preis aber nicht zurücknehmen, hieß es zunächst. Die Parteizugehörigkeit und ausländerkritische Äußerungen seien der Jury nicht bekannt gewesen, sagte ein Landratsamtssprecher. Bewertet worden sei alleine das Engagement des Mannes, betonte er.

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