„Heilige Schriften“: Putin im Gotteswahn


putin_pope

Heilige Schriften von Weltreligionen sollen vor juristischen Urteilen geschützt sein.

kath.net

Nach einem russischen Gerichtsurteil gegen Koran-Suren will Kremlchef Wladimir Putin künftig keine Justizentscheidungen gegen die heiligen Schriften der Weltreligionen mehr zulassen. Ein entsprechender Gesetzentwurf Putins soll verhindern, dass die Bibel und die heiligen Schriften des Islam (Koran), des Judentum (Tanach) und des Buddhismus (Kanjur) sowie Zitate aus ihnen als extremistisch eingestuft und somit verboten werden können. Wie russische Medien am Donnerstag berichteten, wird in der Begründung des Gesetzentwurfs auf die Religionsfreiheit verwiesen.

Ein Gericht auf der russischen Pazifikinsel Sachalin hatte Mitte August das Buch «Bitten an Gott: Ihre Bedeutung und ihr Platz im Islam» wegen Koran-Zitaten als extremistisch eingestuft. Der Präsident der islamisch geprägten russischen Teilrepublik Tschetschenien, Ramsan Kadyrow, beschimpfte den Richter daraufhin als Verräter. Zugleich kündigte er an, er werde ihn und den zuständigen Staatsanwalt, der gegen das Buch vorgegangen war, zur Verantwortung ziehen.

weiterlesen