USA erwägen Wiedereinführung eines Terrorwarnsystems


Das Terrorwarnsystem von Bush, das gerne verspottet wurde. Bild: heise.de

Das Heimatschutzministerium geht von einer höheren Bedrohung durch „home grown“ Terroristen aus und will syrische Flüchtlinge vor Aufnahme gründlich überprüfen

Von Florian Rötzer|TELEPOLIS

Am 16. Juli hat der 24-jährige Mohammod Abdulazeez offenbar den „Open-Source-Jihad“, wie er vom jemenitischen AQIP und in ähnlicher Weise vom Islamischen Staat propagagiert, in die Tat umgesetzt und wie einer der Amokläufer bewaffnet mit einem halbautomatischen Gewehr und einer Pistole 5 Marinesoldaten in Chattanooga, Tennessee, erschossen.

Zunächst hatte er aus seinem Leihauto, wo ein weiteres Gewehr gefunden wurde, durch die Fenster auf Menschen in einem Marine-Rekrutierungsbüro geschossen (drive-by shooting) und einen Rekruten verletzt, anschließend hatte er die Sicherheitssperre zum 11 km entfernten Navy Operational Support Center mit seinem Fahrzeug durchbrochen und ist wild um sich schießend in ein Gebäude eingedrungen. Schließlich wurde er selbst von Polizisten erschossen.

Abdulazeez, geboren in Kuwait von palästinensischen Eltern, kam mit seinen Eltern 1996 im Alter von sechs Jahren in die USA, wurde dort 2003 Staatsbürger, hatte allerdings weiter einen jordanischen Pass und fuhr mehrmals in den Nahen Osten. Nach einem Universitätsabschluss arbeitete er als Ingenieur und scheint neben Drogen- und Alkoholproblemen auch psychisch gestört gewesen zu sein. Er soll zuletzt oft Moscheen besucht haben, gefunden wurden bei ihm Videos von Anwar al-Awlaki, dem aus den USA stammenden AQIP-Führer, der mittels einer Drohne im Jemen getötet wurde.

weiterlesen