Warum ein zweiter Untersuchungsausschuss zum NSU-Terror nötig ist


Waffensammlung im Wohnmobil: Bei einer Razzia gegen den NSU in Eisenach stellte die Bundesanwaltschaft dieses Arsenal sicher. (Foto: Franziska Kraufmann/dpa)
Abgeordnete aller vier Bundestagsparteien haben Zweifel an der bisherigen Aufklärung. Es geht ihnen nicht um kleine Fehler, sondern zentrale Fragen.

Von Stefan Braun|Süddeutsche.de

Alle vier Abgeordneten gehören nicht zu den Hardlinern ihrer Fraktionen. Alle vier stehen nicht im Verdacht, für Verschwörungstheorien anfällig zu sein. Deshalb ist es keine Spielerei oder Spinnerei, sondern eine ernste Angelegenheit, dass sich Petra Pau von der Linken, Irene Mihalic von den Grünen, Eva Högl von der SPD und Clemens Binninger von der CDU entschlossen haben, zur Aufklärung aller Hintergründe des NSU-Terrors noch mal gemeinsame Sache zu machen.

Alle vier haben in den letzten Wochen für einen zweiten Untersuchungsausschuss geworben. Alle vier haben mittlerweile das Plazet ihrer Fraktionsführungen erhalten. Und alle vier sitzen am Freitag in einer Pressekonferenz, um zu erklären, dass es nur so die Chance gebe, das zu erfüllen, was Bundeskanzlerin Angela Merkel einst versprochen habe: Die „vollständige Aufklärung über alle Helfershelfer und Hintermänner“ des NSU-Terrors.

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