CSU stemmt sich gegen EU-Beitritt der Türkei


Um den unkontrollierten Flüchtlingsstrom einzudämmen, braucht Europa die Hilfe der Türkei. Das weiß auch der türkische Präsident Erdogan und stellt hohe Ansprüche. Diese Zugeständnisse stehen im Raum. Quelle: Die Welt
Nach dem Besuch Angela Merkels in der Türkei besteht die CSU auf Grenzen der Zusammenarbeit. Zwar sei das Land ein Schlüsselstaat in der Flüchtlingskrise. Ein EU-Beitritt bleibe jedoch ausgeschlossen.

Von Thomas Sebastian Vitzthum|DIE WELT

Es gehört zu den Paradoxien, welche die Flüchtlingskrise hervorgebracht hat, dass eine CDU-Kanzlerin der Türkei nun weitere Schritte auf dem Weg zum EU-Beitritt in Aussicht stellt, obwohl ihre Partei diesen Beitritt doch eigentlich ablehnt. Daran erinnert nach dem Besuch Angela Merkels in Istanbul nun sogleich die CSU. Für sie ist klar, dass man Präsident Recep Tayyip Erdogan nicht zu weit entgegenkommen dürfe.

Die Vorsitzende der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Gerda Hasselfeldt, sagte der „Welt“: „Bei der Lösung der Flüchtlingskrise kommt der Türkei als Nachbar Syriens eine Schlüsselrolle zu.“ Beim Umgang mit den Flüchtlingen sei eine enge Kooperation unbedingt erforderlich. „Wir dürfen aber der Türkei nicht zu viele Zugeständnisse machen, ein EU-Beitritt steht nicht auf der Tagesordnung.“

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