Junge Union fordert Zuwanderungsobergrenze


Foto: Junge Union BGST
Niederbayerischer Landrat will Asylbewerber mit Bussen zum Bundeskanzleramt transportieren

Von Peter Mühlbauer|TELEPOLIS

Nachdem bekannt wurde, dass den Zahlen des Bundesinnenministeriums nach alleine in den letzten 40 Tagen 409.000 Asylbewerber nach Deutschland kamen, hat sich die Junge Union (JU) gestern für eine „Obergrenze für Asylbewerber“ ausgesprochen, „die mit den Institutionen und Gruppen festgelegt werden muss, die vor Ort die Flüchtlingshilfe konkret leisten“. Bundeskanzlerin Merkel lehnt solch einer Obergrenze bislang explizit ab. Diese Ablehnung äußerte sie auch auf dem Deutschlandtag der Jugendorganisation von CDU und CSU.

Ein Vertreter der JU Bayern forderte deshalb erstmals ganz offen, was in der Union seit Wochen hinter verschlossenen Türen debattiert oder nur sehr indirekt angeregt wird: Dass Angela Merkel wegen ihrer in der Dritten Welt als Lockruf verstandenen Äußerungen abgelöst wird, damit in Afrika und im Orient ein Gegensignal ankommt. Dass der bayerische JU-Vertreter dabei keine abseitige Einzelmeinung äußerte, zeigte sich unter anderem daran, dass EU-Kommissar Günther Oettinger auf dem Deutschlandtag sehr ausführlich vor einer „Personaldebatte“ warnte.

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