Wie aus Pflanzen Zombies werden


Der beginnende Befall mit Phytoplasmen bewirkt, dass diese Aster statt normaler Blütenblätter (rechts) nur noch verkümmerte Blattstrukturen (links) ausbildet. © Alan Lorance
Horrorszenario im Garten: Parasitische Bakterien verwandeln Pflanzen in wehrlose Brutstätten. Entscheidend ist dabei die Imitation eines Proteins, das die Entwicklung der Blüten steuert, wie deutsche Genetiker nun herausgefunden haben. Die gefälschte Kopie der Bakterien lässt die Pflanzen statt Blüten nur noch verkümmerte Blätter ausbilden. Verhindern lässt sich die bakterielle Infektion noch nicht.

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Pflanzen und Insekten leben meist idyllisch zusammen und profitieren voneinander: Die blühenden Pflanzen liefern Nektar und Pollen als Nahrung, während die Insekten die Blüten bestäuben und so den Fortbestand der Pflanzen sichern. Doch gelegentlich spielen sich in dieser Idylle regelrechte Horrorszenarien ab: Manche Zikaden unter den Insekten bringen den Pflanzen schweres Unheil, aus dem es kein Entkommen gibt. „Die Insekten übertragen Bakterien, sogenannte Phytoplasmen, die den Lebenszyklus der Pflanzen zerstören“, erklärt Günter Theißen von der Friedrich-Schiller-Universität Jena (FSU).

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