Antarktis: Rätsel des verschwundenen Schnees


Blick auf die Küste des Mac-Robertson-Landes in der Ostantarktis © Bignoter at English Wikipedia / CC-by-sa 3.0
Buchstäblich in Luft aufgelöst: Forscher haben herausgefunden, warum einige Gebiete der Ostantarktis wie von Schnee leergefegt erscheinen: Der frisch gefallene Schnee wird nicht vom Wind verweht, wie man bisher dachte – er verwandelt sich direkt in Dampf. Gut 90 Prozent des Schnees verschwindet dort regelmäßig durch diese Sublimation, wie die Wissenschaftler im Fachmagazin „Geophysical Research Letters“ berichten.

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Schnee gibt es in der Antarktis reichlich sollte man meinen. Aber für einige Gebiete der Ostantarktis gilt dies nicht: Dort verschwindet der Schnee immer wieder schon kurz nachdem er gefallen ist. Bisher dachte man, dass der Wind an diesem Phänomen schuld ist: In diesen Gebieten wehen starke, oberflächennahe Winde von den steilen Hängen des Polplateaus in die Küstenniederungen hinab. Sie wirbeln den Schnee auf und tragen ihn fort, um ihn dann an anderer Stelle wieder abzulagern – so jedenfalls die Theorie.

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