Luther-Welterbe auf Schloss Friedenstein


LutherLogo_50Mit einer Kabinettausstellung im Gothaer Schloss Friedenstein erweist sich Thüringen als einzigartiger Erinnerungsraum der Reformation. Die Unesco hat die fünf Frühschriften Luthers vor wenigen Tagen in ihr Weltdokumentenerbe aufgenommen.

evangelisch.de

Die Gothaer Forschungsbibliothek zeigt seit Montag frühe Schriften von Martin Luther (1483-1546) aus Thüringer Beständen, die zum Weltdokumentenerbe der Unesco gehören. Die fünf ausgewählten Frühschriften aus vier Institutionen seien „Meilensteine und Schlüsseldokumente“ der Reformation, sagte Henning Jürgens vom Leibniz-Institut in Mainz bei der Präsentation im Schloss Friedenstein. Das Institut war verantwortlich für den Antrag, auf dessen Grundlage am 9. Oktober insgesamt 14 Luther-Schriften in das Unesco-Weltdokumentenerbe aufgenommen wurden.

Einzigartiges Sprachdenkmal

Thüringen sei in der Auswahl „mit Abstand am häufigsten vertreten“, sagte Jürgens. Dabei verdeutlichten die Schriften als „Singulärzeugnisse für die Wirkung Martin Luthers“ neben der kirchlich-theologischen auch die weltweite kulturelle Bedeutung der Reformation. Die gezeigte Ausgabe der „Deutschen Messe“ von 1526 sei das einzige erhaltene vollständige Exemplar, sagte Direktorin Sabine Wefers von der Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek Jena. Den ersten Gottesdienst nach der neuen Ordnung im Oktober 1525 habe Luther als Moderator begleitet.

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