Familiensynode: Dodo Bonelli und 270 Autoerotiker


Raphael_M_BonelliPsychotherapeut Bonelli: Bisherige kirchliche Haltung bei Ehe stabilisiert Familien – „Viele Paare geben zu früh auf“ – Teilnehmer der Bischofssynode sollten keine Angst vor unbequemen und unpopulären Forderungen haben. Das Interview in voller Länge.

kath.net

Mut zu klaren Idealen bei Fragen der Ehe und Scheidung rät der Wiener Psychiater Raphael Bonelli der am Sonntag im Vatikan zu Ende gehenden Familiensynode. Mit ihrer bisherigen Ehelehre trage die Kirche wesentlich zur Stabilisierung von Familien bei, erklärte der Leiter des Instituts für Religiösität in Psychiatrie und Psychotherapie (RPP), das am Samstag in Stift Heiligenkreuz gemeinsam mit der Sigmund-Freud-Privatuniversität eine Fachtagung zu „Bindung und Familie“ veranstaltet hat, im Interview mit „Kathpress“.

Kathpress: Was raten Sie als Psychiater der Familiensynode?

Bonelli: Die Religion hat die Aufgabe, der Gesellschaft einen Kontrapunkt zu setzen, sonst schafft sie sich selbst ab. Sie darf nicht passiv mit dem Strom schwimmen – das tun nur die toten Fische. Sie hat eine Botschaft für die Menschen. Die menschliche Psyche braucht Orientierungspunkte, denn nur hohe – bis jetzt noch nicht erreichte – Ideale ermöglichen persönliche menschliche Entwicklung. Es ist ganz normal, dass sich die Menschen mitunter daran reiben.

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