Kein Puff über Kirche


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Im ersten Stock Gottesdienste, kirchliche Jugendarbeit sowie christliche Ehevorbereitung, im zweiten bezahlte Liebesdienste von Prostituierten: Diese Situation drohte der evangelischen Freikirche „Brothaus“ im Rosenheimer Aicherpark, nachdem das Verwaltungsgericht München der Klage eines Bordellbetreibers gegen einen ablehnenden Bescheid der Stadt zu einem über dem Gotteshaus geplanten Puff recht gegeben hatte. Doch gestern kam es zu einer überraschenden Wende: Der Verwaltungsgerichtshof hob das Urteil auf.

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„Wir freuen uns, dass wir gewonnen haben, müssen jedoch noch auf die Begründung des Urteils warten“, teilte Michael Kettenstock, Leiter des Bauordnungsamtes, auf Anfrage der OVB-Heimatzeitungen mit. Und warnte gleichzeitig davor, anzunehmen, dass das Thema Kirche und Puff Tür an Tür damit endgültig vom Tisch ist. Denn der Verwaltungsgerichtshof hat die Revision gegen das Urteil zugelassen.

Es ist offen, ob der Bordellbetreiber weitere juristische Schritte unternimmt. Die Revision würde dann vor dem Bundesverwaltungsgericht verhandelt und damit eventuell eine grundsätzliche Bedeutung für die Rechtsprechung erlangen. Gibt es keinen Gang zur höchstmöglichen Instanz, würde der ablehnende Bescheid der Stadt zum Antrag auf Umwandlung eines Tonstudios in ein Bordell mit zwölf Zimmern rechtswirksam.

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