Wegen eines verpassten Fluges mit dem Schnürsenkel erhängt?


Dieser Screenshot aus einer Überwachungsaufnahme soll Jackie Sutton zeigen. Bild: heise.de
Gestern wurde bekannt, dass Jackie Sutton, die kommissarische Leiterin der irakischen Sektion des Londoner Institute for War and Peace Reporting (IWPR), am Istanbuler Atatürk-Flughafen unter mysteriösen Umständen ums Leben kam. Hürriyet zufolge wurde sie am Samstag von drei Russinnen tot auf der Toilette des Flughafens entdeckt. Angeblich soll sie sich die aus London kommende Fünfzigjährige mit den eigenen Schnürsenkeln erhängt haben, nachdem sie einen Anschlussflug nach Erbil verpasste und meinte, sie habe kein Geld für ein neues Ticket.

Von Peter Mühlbauer|TELEPOLIS

Zahlreiche Bekannte der Doktorandin und Lehrbeauftragten am Centre for Arab and Islamic Studies an der Australian National University (ANU) zweifeln das an. Über Twitter und über britische Medien haben sie die türkischen Behörden dazu aufgefordert, die Aufnahmen der Überwachungskameras am Flughafen herauszugeben, von denen türkische Medien angebliche Screenshots veröffentlichten. Dem Eindruck ihrer Bekannten nach dürfte die Engländerin nicht nur über die wahrscheinlich niedrige dreistellige Summe verfügt haben, die ein Weiterflug gekostet hätte – sie machte auf sie kurz vor ihrem Tot auch einen tatkräftigen und keineswegs deprimierten Eindruck.

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