Zitteraale: Präzision durch Starkstrom


Zitteraal im Aquarium von Boston, Massachusetts. © Steven G. Johnson / (CC BY-SA 3.0)
Peilgerät mit Starkstromschlägen: Zitteraale benutzen ihre bis zu 600 Volt starken Entladungen nicht nur als Jagdwaffe, sondern auch zur Orientierung. Diese Peilfunktion war bislang nur von schwächeren Strompulsen bekannt, die die Fische erzeugen. Experimente zeigen jedoch: Auch mit Hochspannung können Zitteraale Beute aufspüren, und sogar mit höherer Reichweite. Die ungewöhnliche Doppelfunktion als Waffe und Sensormechanismus beschreiben Biologen im Fachmagazin „Nature Communications“.

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Zitteraale sind bekannt für die starken Stromschläge, mit denen sie ihre Jagdbeute bewegungsunfähig machen: Spannungen von über 600 Volt können die Fische mit ihren elektrischen Organen erzeugen. Ein Beutetier in der Nähe verfällt dadurch in unkontrollierte Krämpfe, und der Aal hat leichtes Spiel.

Je nach Situation produzieren die Zitteraale jedoch auch schwächere Impulse, mit denen sie sich orientieren können. Mit Hilfe von Elektrorezeptoren merken sie, wenn das von ihnen produzierte elektrische Feld durch Objekte in der Nähe verändert wird. Sie können die Störquelle lokalisieren und sich auf diese Weise ein Bild von ihrer Umgebung machen.

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