Bakterien verständigen sich wie Gehirnzellen


Bakterien in Biofilmen kommunizieren mit Hilfe von Ionenkanälen und elektrischen Signalen über große Distanzen. © CDC / Janice Haney Carr
Kommunikation im Biofilm: Bakterien in großen Kolonien verständigen sich untereinander mit ähnlichen Mechanismen wir die Nervenzellen im menschlichen Gehirn. Sie tauschen elektrische Signale und damit Informationen durch Ionenkanäle aus, und sie koordinieren so ihr Wachstum auch quer durch den gesamten Biofilm, wie Wissenschaftler herausgefunden haben. Das eröffnet überraschende Möglichkeiten: Medikamente gegen Migräne könnten auch gegen hartnäckige Biofilme wirksam sein, spekulieren die Forscher im Magazin „Nature“.

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Die Nervenzellen in unserem Gehirn tauschen Signale durch Poren in ihren Zellmembranen aus. Diese bestehen aus röhrenförmige Proteinkomplexe, sogenannten Ionenkanälen. Sie ermöglichen elektrisch geladenen Teilchen wie Natrium- oder Kaliumionen, die Barriere zwischen einzelnen Zellen oder Zellkompartimenten kontrolliert zu passieren: Das Öffnen beziehungsweise schließen von Ionenkanälen beeinflusst, ob geladene Teilchen in die Zelle ein- oder ausströmen können.

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