Richtungsstreit der Katholischen Kirche: Schlacht im Vatikan


REUTERS/Yves Herman
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Hat der Papst einen Hirntumor? Das behauptet eine Zeitung, der Vatikan dementiert. Die Meldung platzt in die entscheidende Phase der Bischofssynode in Rom – eine Intrige?

Von Hans-Jürgen Schlamp|SpON

Warum gerade jetzt? Ausgerechnet zu Beginn der Schlussrunde der römischen Synode, in der „die kritischen Fragen“ auf dem Programm stehen, wie der österreichische Bischof Benno Elbs meint. In einem „sehr delikaten Augenblick“, wie Jesuiten-Pater Antonio Spadaro, Direktor der Zeitschrift „Civiltà Cattolica“ und enger Vertrauter des Jesuiten-Papstes, in einem „Radio Vatikan“-Interview sagte, in dem „die Beziehung zwischen Kirche und Welt auf dem Spiel“ stehe. Zufall?

Vor Monaten, schreibt die Internetzeitung „Quotidiano nazionale“, sei der Papst in einer Spezialklinik in der Nähe von Pisa gewesen, habe sich dort von Professor Takanori Fukushima, einem berühmten japanischen Spezialisten untersuchen lassen. Der habe „einen Tumor im Gehirn“ des Papstes entdeckt, der aber „heilbar“ sei, auch „ohne Operation“. Lange habe man gezögert, die Story zu veröffentlichen, aber dann habe man es als Pflicht angesehen.

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