Sozialisten in Spanien wollen Kirche stärker besteuern


Bild: tilly
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Sanchez‘ Plänen zufolge soll die Kirche künftig etwa Grundsteuern für Immobilien zahlen, die nicht Zwecken der Religionsausübung dienen.

kath.net

Spaniens Sozialisten wollen das Steuersystem für die katholische Kirche des Landes reformieren. Sollte der Spitzenkandidat der PSOE, Pedro Sanchez, die Parlamentswahlen im Dezember gewinnen, will er laut Bericht der Tageszeitung «El Pais» (Montag) die Kirche steuerlich stärker belasten.

Sanchez‘ Plänen zufolge soll die Kirche künftig etwa Grundsteuern für Immobilien zahlen, die nicht Zwecken der Religionsausübung dienen. Angestrebt werde «eine Selbstfinanzierung der religiösen Konfessionen» und eine «Überprüfung der Vereinbarungen mit dem Vatikan», zitiert die Zeitung aus dem Wahlprogramm des Parteivorsitzenden.

In Spanien entscheiden Steuerpflichtige Jahr für Jahr freiwillig mit ihrer Steuererklärung, ob ein 0,7-Prozent-Anteil ihrer Steuerschuld entweder der Kirche oder anderen sozialen oder kulturellen Zwecken zufließt. Die jährlichen Zuweisungen an die Kirche betragen derzeit jährlich rund 160 Millionen Euro.